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TRAUE DEINEN AUGEN NICHT!!!!!!!

Es sind nur zwei Seiten einer Medaille, doch diese zwei, die sind wie HEMD&HOSE. Ich warne schon mal vorab: Auch bei dem Thema "Mode in der Literatur" ist nichts so wie es scheint!

Manches ist zu eng, vieles ist viel zu weit! Und ehrlich gesagt: Mir passt Vieles nicht!!!! Das Thema Mode zieht alle an. Natürlich auch die Literaten, denn auch Poesie geht mit der Mode.

Von Kopf bis Fuss - Mode ist Zeichen und Ausdruck zugleich. Man spricht ja auch von der Sprache der Mode. Literatur hat, so wie Kleidung auch, immer etwas Sinnliches, Provozierendes, Anziehendes aber auch Verletzliches…..Eine Ich-Suche, die nicht und nie aufhört.

Die Maskerade nimmt keinen aus, egal ob nun Nudist oder Klamottenfetischist. Folgerichtig ist, dass auch Behinderte aus diesem Kultursegment nicht herausfallen. Ein ganz besonderes Thema mit vielen Aspekten, das uns noch tiefer beschäftigen wird.

Es fällt auf, dass manche Menschen mit Behinderung ihre Kleidung eher aus praktischen Gesichtspunkten aussuchen oder auch aussuchen lassen, sich eher unauffällig kleiden, da z.B. Rollstuhl, Stock oder Rollator schon auffällig genug sind.

Andere wiederum, darunter besonders eher junge Menschen mit Behinderung, sind an ihrem Aussehen genauso interessiert, wie viele andere in der Altersgruppe auch, oder kleiden sich besonders schrill, nach dem Motto „jetzt erst recht“, oder „mein Rollstuhl als Bühne“.

Auch wer behindert ist, kümmert sich in körperlichen Dingen um Trends, wechselnde Moden, "Normales" gewinnt an Qualität gerade dann, wenn nichts mehr normal läuft oder ausschaut! Klamotten werden auch bei Menschen mit Behinderung zum Hingucker - weggucken, ignorieren, totschweigen ist "out of Fashion"!!!!

Wenn beispielsweise für Blinde auf den Kleidungsstücken mit Blindenschrift aufgestickt ist, wo etwa vorne und hinten ist, welche Farbe das Stück hat usw. dann ist das ein ungeheurer, ein praktischer Vorteil, der hoffentlich Schule macht!

Das Ziel sollte sein, den Blick auf behinderte Menschen zu verändern und Behinderung als etwas Normales und Alltägliches zu zeigen. In den letzten Jahren hat sich schon viel zum Positiven verändert, aber viel bleibt noch zu tun. ….

Mode ist seit jeher Ausdruck von Persönlichkeit und Zeitgeist. Mode begleitet jeden von uns, ein Leben lang. Literarische Schnittmuster muss man gar nicht lange suchen, denn die Bücher überfallen uns aus den übervollen Regalen der Buchhändler und Bibliotheken. Bücher von A, wie Aschenputtel' oder Ariadne, die an den universellen Fäden zieht, über P wie Proust oder W wie Virginia Woolf, bis zu Z wie…Zuckmayer oder Zola.

In jedem Werk der Weltgeschichte wird nach dem roten Faden gefahndet.

Menschen aus allen Kontinenten ziehen sich einmal was an, oder leidenschaftlich was aus. Gekrönte Häupter genauso, wie Lumpenpack.

Große Marken sind heute schon an der Wiege voll 'in'. Und später im Leben wechseln 'in' und 'out' je nach Saison und Geschmack.

Meist fängt Modebewußtsein schon in den Kindsköpfen 'grimmig' an. Etwa mit Rotkäppchen oder dem Gestiefelten Kater bis hin zu Pippi Langstrumpf. Selbst in den paradiesischen Zeiten der Bibel, trat Eva - ganz textilbewußt mit zurechtgezupftem Feigenblatt auf.

Jedes Kind weiß: Kleider machen Leute! Schon immer war Fassade wichtig oder verführerisch und sie verrät viel über Herkunft, Bedeutung und Identität der TrägerInnen.

Zahllose Menschen haben ihre Kleidung bedauerlicherweise das Leben gekostet und das waren bei Weitem nicht nur Soldaten!

Auch in der Folge von Literatur kam der Tod. Selbst Goethe, 'Gott hab ihn selig', hat im weitesten Sinne auch mit Kleidung die Welt erschüttert.

Man denke nur an den Werther-Effekt: Aufgrund Goethes Roman 'Die Leiden des jungen Werther' erfolgte damals eine modische Suizidwelle. Das war am Ende des 18.Jahrhunderts, als gelbe Hosen und blaue Gehröcke durch Goethes literarischen Text in Mode kamen. Was dann in der Folge und aus Angst um das Leben junger Männer aber auch in Städten, wie etwa Leipzig, zu strengen, jahrzehntelangen Verboten dieses blaugelben Outfits führte.

Egal, welcher feine Zwirn den Lifestyle fürs Leben bestimmt. Menschengemachte Stilsicherheit reicht für Blazer, Sakkos oder Tattoos gleichermaßen. Mit allem kann man sich nach Bedarf zur Schau stellen.

Wechselnde Geschmäcker und Konventionen gelten nach wie vor, aber "dressieren" lassen wir uns und unseren Geschmack deshalb noch lange nicht!!

Nur Offenheit und Entspanntheit sind das Klima, in dem Neues erfolgreich gedeiht.

 

 


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