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Übergewicht ist eine Ursache der MS

Uebergewicht ist eine Ursache der MS
Kanadische Wissenschaftler analysieren den Zusammenhang zwischen Body-Mass-Index und MS und finden heraus: Übergewicht spielt eine Rolle bei der Entstehung von Multipler Sklerose.

QUEBEC (Biermann) – Die Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) vermuten Forscher sowohl in den Genen der Betroffenen als auch in der Umwelt. Nun haben kanadische Wissenschaftler mithilfe eines biostatistischen Verfahrens, der sogenannten Mendelschen Randomisierung, herausgefunden, dass auch Übergewicht eine ursächliche Rolle bei der Entstehung der MS spielt.

Das Team um Dr. Brent Richards vom Jewish General Hospital in Quebec hatte sich der Daten zweier großer genetischer Untersuchungen mit insgesamt mehr als 360.000 Teilnehmern bedient, bei denen unter anderem auch der Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index (BMI) und MS analysiert worden war. Dabei waren 70 genetische Konstellationen identifiziert worden, die für den BMI verantwortlich zu sein scheinen. Untersuchten die Forscher deren Einfluss auf das Auftreten einer MS, zeigte sich, dass ein erhöhter BMI die Anfälligkeit für eine MS zu erhöhen scheint. Dabei nahm mit einem Anstieg des BMI von „Übergewicht“ zu „Fettleibigkeit“ das Risiko für eine MS um 41 Prozent zu. Für eine durchschnittliche erwachsene Frau entspräche dies einer Gewichtszunahme von etwa 75 kg auf 90 kg Körpergewicht.

Die Forscher glauben, dass ein erhöhter BMI im Körper zu einem proinflammatorischen Status führt, der das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. beeinflusst. „Möglicherweise vermitteln Hormone wie Leptin und Adiponectin diesen Zusammenhang“, erklärten die Autoren. Beide Hormone werden von Zellen des Fettgewebes gebildet und wirken auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel.

Angesichts der Zunahme der Zahl übergewichtiger und fettleibiger Menschen weltweit komme dem von ihnen entdeckten Zusammenhang eine große Bedeutung für die öffentliche Gesundheit zu, argumentieren die Forscher. Da eine MS meist im Alter von 28 bis 31 Jahren auftrete, sollten ihre Ergebnisse Motivation sein, die zunehmende Fettleibigkeit bei Jugendlichen zu bekämpfen.

Quelle: PLOS Medicine, 28. Juni 2016; dx.doi.org/10.1371/journal.pmed.1002053


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