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Übernehmen Krankenkassen die Kosten für Entspannungskurse?

Es hängt von der Krankenkasse ab, ob und in welchem Umfang sie die Kosten für Kurse übernimmt, die Entspannungstechniken lehren.

Im Fall der gesetzlichen Krankenkassen regelt § 20 Abs.1 SGB V, dass Leistungen zur primären Prävention, die den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, satzungsmäßig geregelt werden sollen. Durch die Teilnahme an primärpräventiven Maßnahmen wird die Gesundheit des Versicherten verbessert oder erhalten.

Entscheidend für die Förderung ist die Qualifikation des Kursleiters. In verschiedenen Bereichen wie etwa Tai Chi und Qigong ist die Mitgliedschaft im jeweiligen Dachverband nur Vereinen mit qualifizierten Kursleitern möglich, weshalb die gesetzlichen Krankenkassen deren Kurse weitgehend als förderungswürdig im Rahmen qualitätsgesicherter Präventionskurse einstufen.

Entspannungstechniken wie autogenes Training und Progressive Muskelentspannung (PMR) sind von den gesetzlichen Krankenkassen als präventive Maßnahmen anerkannt. Auch Kurse wie Nordic Walking, Wirbelsäulengymnastik/Rückenschule, Pilates und YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit. können unter den vorgenannten Voraussetzungen förderungswürdig sein.

Bei der Feldenkrais-Therapie können sich Probleme im Bereich der Kostenübernahme ergeben. Hier empfiehlt sich die Nachfrage bei der jeweiligen Krankenkasse.

Grundsätzlich muss der Kursbesuch nicht vorher mit der Krankenkasse abgesprochen werden, es empfiehlt sich aber, die Kostenerstattung vorher abzuklären. Manche Anbieter, so auch die örtlichen Volkshochschulen (VHS), weisen von sich aus auf die Erstattungsfähigkeit der Kursgebühren hin.

Die Kostenerstattung setzt weiterhin eine regelmäßige Teilnahme an dem Kurs voraus.

Die Förderung nach § 20 SGB V ist auch mehrfach im Jahr möglich, sofern verschiedene Präventionsbereiche (etwa Rücken, Kreislauf, Entspannung/Stress) angesprochen werden.

Bei privaten Krankenkassen sollte sich der Versicherte erkundigen, ob Kosten im Rahmen seines Versicherungsvertrages übernommen werden können oder ob es möglicherweise Kooperationsprogramme mit einzelnen Kursanbietern gibt, die eine Kostenübernahme ermöglichen.

Quellen:

AOK Baden-Württemberg
BKK Herford Minden Ravensberg
Feldenkrais-Verband Deutschland
Deutscher Tai-Chi-Bund - Dachverband für Tai Chi und Qigong e.V.


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