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Veränderte Stammzellen erzielen bessere Therapieeffekte

PHILADELPHIA (Biermann) – Bislang haben adulte neurale Stammzellen (aNSC), die dem Gehirn von Mäusen entnommen worden waren, am Mausmodell der Multiplen Sklerose nur mäßige therapeutische Erfolge erzielt. Nun haben US-amerikanische Wissenschaftler jedoch einen Weg gefunden, die Wirksamkeit solcher Stammzellen zu steigern.

Wie Guang-Xian Zhang und Kollegen von der Thomas Jefferson University in Philadelphia im Journal of Clinical Investigation berichten, hatten sie aNSC genetisch so verändert, dass diese das entzündungshemmende Molekül Interleukin 10 (IL-10) bildeten. Daraufhin bewirkten die so veränderten Stammzellen eine deutlich stärkere funktionelle und pathologische Erholung von der Maus-MS als dies nicht veränderte Stammzellen konnten.

Dabei, und dies ist nach Ansicht der Wissenschaftler besonders wichtig, erzielten die IL-10-bildenden Stammzellen ihre Wirkung auf verschiedenen Wegen: Sie unterdrückten den Angriff des ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. auf die Nervenzellen, förderten die Reparatur von Nervenzellen und trieben die Bildung von schützendem MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. voran.

Insgesamt könnten die Ergebnisse die Chance erhöhen, dass eines Tages auf adulten neuralen Stammzellen beruhende Therapien für den klinischen Alltag entwickelt werden, hoffen die Forscher.

Quelle: Yang J. et al.: J. Clin. Invest., 2. November 2009, doi:10.1172/JCI37914. www.jci.org


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