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Verschiedene neurologische Störungen zeigen ähnliche Störung der Blut-Hirn-Schranke

BOSTON (Biermann) – Auch wenn neurologische Störungen wie Schlaganfall, Epilepsie, Multiple Sklerose (MS) oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) das zentrale Nervensystem jeweils auf ganze eigene Art und Weise schädigen, scheinen sie doch alle die gleichen Defekte an der Blut-Hirn-SchrankeDie Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen dem Blutgefäßsystem und dem Zentralen Nervensystem durch die der Stoffaustausch kontrolliert wird. Diese "Schranke" soll das Gehirn vor toxischen (giftigen) Substanzen schützen. Der wesentliche Bestandteil dieser Schranke oder Barriere sind Endothelzellen, die die kapillaren Blutgefäße im Gehirn auskleiden. aufzuweisen, die auf eine bestimmte Gruppe von Genen zurückzuführen sind. Dies geht aus einer Studie hervor, die Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Diego durchgeführt haben.

Um die für Störungen der Blut-Hirn-Schranke verantwortlichen Stoffwechselwege und Gene zu identifizieren, entwickelte Dr. Richard Daneman eine Methode, Endothelzellen aus Blutgefäßen des Gehirns zu isolieren. Anschließend verglich er die Abläufe in Zellen aus gesundem Hirngewebe mit denen in Zellen von Mäusen mit Schlaganfall, MS, Epilepsie, Schädel-Hirn-Trauma und ALS.

„Auch wenn die untersuchten Störungen alle unterschiedliche Auslöser haben, konnten wir doch sehr ähnliche Veränderungen der Gene in den Endothelzellen der verschiedenen Mausmodelle beobachten“, erklärte Daneman. „Dass wir für all diese Störungen einen gemeinsamen Nenner gefunden haben, bedeutet, dass wir möglicherweise auch nur ein einzelnes therapeutisches Ziel haben, auf das wir uns konzentrieren müssen, um diese Störungen zu verhindern oder in der Progression zu stoppen.“

Um mehr über die exakte Funktion der von ihnen identifizierten Gene zu lernen, plant der Forscher die Züchtung genetisch veränderter Mäuse, bei denen jeweils ein bestimmtes Gen in den Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke entweder überrepräsentiert ist oder ganz fehlt. Sollte es ihnen gelingen, zu verhindern, dass die entsprechenden Gene aktiviert werden, könnten sie möglicherweise Schäden an der Blut-Hirn-Schranke begrenzen, sind die Forscher optimistisch.



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