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Viele Sexualstörungen können behoben werden

Sexuelle Probleme sind bei Multipler Sklerose keine Seltenheit: Die Ursachen können sowohl seelischer als auch organischer Natur sein. Dabei lassen sich Sexualstörungen je nach Ursache gut behandeln.

Bei Multipler Sklerose leiden etwa 75 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen an sexuellen Störungen. Die Betroffenen klagen über sexuelle Unlust, Erektionsstörungen, ein gestörtes Gefühlsempfinden bis hin zum fehlenden Orgasmus. Leider fällt es den meisten Menschen mit MS schwer, sich mit ihren Sorgen an einen Arzt oder Sexualtherapeuten zu wenden.

Eine offene Kommunikation ist unabdingbar

Die wichtigste Maßnahme bei sexuellen Problemen ist die Kommunikation: Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen über Ängste und Bedürfnisse, denn Offenheit ist die Voraussetzung für ein erfülltes Sexualleben. Dies kann gegebenenfalls durch gezielte Gesprächs- oder Sexualtherapie gefördert werden.

Weitere Tipps für ein erfülltes Sexualleben mit MS

 

  • Liegen SensibilitätsstörungenEmpfindungsstörungen vor, sollten alternativ andere erogene Zonen entdeckt und einbezogen werden. Kreativität bei der Auswahl sexueller Stellungen oder Praktiken kann körperliche Behinderungen überwinden.

  • Gleitmittel, die in Drogerien und Apotheken erhältlich sind, wirken effektiv gegen vaginale Trockenheit.

  • Einfache Maßnahmen wie das Entleeren der Blase vor dem Geschlechtsverkehr und die Wahl eines Tageszeitpunktes, an dem Müdigkeit und Schwäche erfahrungsgemäß weniger ausgeprägt sind, schränken zwar die Spontaneität in der Sexualität ein, können sich aber als hilfreich erweisen.

  • Im Falle von SpastikUnwillkürlich und "federnd" erhöhte Muskelspannung, die bei rascher aktiver oder passiver Bewegung zunimmt, entsteht bei zentralen Lähmungen. und Blasenstörungen empfiehlt sich zusätzlich eine Physiotherapie. Sie sollten Ihre Probleme aber auch mit Ihrem Neurologen, Gynäkologen oder Urologen besprechen und mit ihm zusammen nach individuellen Lösungen suchen.

 

Erektionsprobleme effektiv behandeln

Für die Behandlung von Erektionsproblemen gibt es unterschiedliche Ansätze. Betroffene sollten in Absprache mit ihrem Hausarzt oder Urologen und durch Ausprobieren die individuell angenehmste und wirksamste Methode herausfinden. Eine einfache und sehr effektive Methode besteht in der intrakavernösen Injektion. Hierbei wird mit einer kleinen Nadel ein Medikament direkt in den Schwellkörper des Penis gespritzt. Dieses erweitert die Gefäße und bewirkt somit eine verbesserte Blutfüllung der Schwellkörper. Eine zu hohe Dosierung kann allerdings zu einer schmerzhaften Dauererektion und eventuell zu bleibenden Schäden führen. Andere mögliche Nebenwirkungen sind blaue Flecken oder brennende Schmerzen an der Injektionsstelle.

Vakuumpumpen und Medikamente

Vakuumpumpen funktionieren rein physikalisch: In einem über den Penis gestülpten Zylinder wird mit einer Pumpe ein Vakuum erzeugt, das den Blutfluss in den Penis erhöht und zur Ausbildung einer Erektion führt. Als Nebenwirkungen kann es zu blauen Flecken oder Hauteinblutungen kommen. Der Konstriktionsring sollte nach spätestens einer halben Stunde gelöst werden, um die Blutversorgung des Penis nicht zu gefährden.

Erektionsfördernde Medikamente, die in Tablettenform eingenommen werden, können vergleichsweise starke Nebenwirkungen haben. Sie führen zu einer Entspannung der Schwellkörpermuskulatur, so dass diese sich weitet und mehr Blut einströmt. Nicht oder nur nach eingehender Beratung darf es bei Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schweren Leberschäden, Schlaganfällen und anderen Risikoerkrankungen verschrieben werden.

Versagen andere Methoden, kann der Einsatz einer so genannten Penisprothese in Erwägung gezogen werden. Kosmetisch am vorteilhaftesten und am nächsten an den natürlichen sexuellen Abläufen ist dabei die hydraulische Prothese. Nachteile dieser operativen Methode sind ihre Endgültigkeit und die Infektionsgefahr der Prothese.

Sexuelle Probleme bei Multipler Sklerose sind leider keine Seltenheit. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Ursachen zu behandeln und auch mit MS ein erfülltes Sexualleben zu genießen.




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