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Vitamin D bremst überaktives Immunsystem

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BALTIMORE (Biermann) – Die Einnahme hoher Dosen Vitamin D scheint die überschießende Reaktion des ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zu dämpfen. Dies geht aus einer Studie mit 40 Teilnehmern mit schubförmig-remittierender MS hervor, die über sechs Monate hinweg täglich entweder 10.400 Einheiten oder 800 Einheiten Vitamin D einnahmen. Letzteres entspricht der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung derzeit empfohlenen Aufnahme von Vitamin-D.

Zu Beginn der Studie sowie nach drei und sechs Monaten ermittelten die Forscher über Blutproben den Vitamin-D-Status sowie die Aktivität der T-Zellen, die eine wichtige Rolle bei der MS spielen.

Dabei zeigte sich, dass bei den Studienteilnehmern, die die hohe Vitamin-D-Dosis einnahmen, die Zahl der T-Zellen zurückgegangen war. Bei einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels im Blut auf mehr als 18 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), führte jede Zunahme des Vitamin-Spiegels um 5 ng/ml zu einer Abnahme des Interleulin-17-T-Zell-Anteils um ein Prozent. Bei Studienteilnehmern, die die niedrige Vitamin-D-Dosis einnahmen, waren keine Effekte auf die T-Zellen sichtbar.

Die Nebenwirkungen der Supplementierung waren gering und unterschieden sich in den beiden Studiengruppen nicht. In jeder Gruppe kam es bei einer Person zu einem Anstieg der MS-Aktivität.

Bislang sind sich Forscher noch uneins, welchen Vitamin-D-Spiegel MS-Betroffene erreichen sollten. So gelten für die Allgemeinbevölkerung Spiegel von mehr als 30 ng/ml als ausreichend, während bei MS-Betroffenen Spiegel über 50 ng/ml als notwendig gelten, um die Aktivität der MS zu reduzieren. Diesen Spiegel erreichte die Studiengruppe mit der niedrigen Dosierung nicht.

Die Ergebnisse unserer Studie sind spannend, da Vitamin D das Potenzial als kostengünstige, sichere und geeignete Behandlung für Menschen mit MS hat“, erklärte Dr. Peter A. Calabresi von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore. Allerdings müssten die Ergebnisse noch in größeren Studien bestätigt und die zugrunde liegenden Mechanismen noch erforscht werden.



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