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Vorläuferzellen der Oligodendrozyten

MAINZ (Biermann) – Wissenschaftler der Universität Mainz haben den Mechanismus aufgeklärt, wie die Vorläuferzellen der MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. bildenden Oligodendrozyten an ihren Einsatzort im Nervensystem gelotst werden. Diese Erkenntnisse könnten nach Ansicht der Forscher für die Reparatur von geschädigtem, demyelinisiertem Gewebe bei Multipler Sklerose wichtig werden.

Wie die Mainzer Zellbiologen im Journal of Neuroscience berichten, sorgt das Eiweiß NG2 für die gezielte Ausrichtung und Bewegung der Vorläuferzellen hin zu verletzten Nervenzellen. Dieses Protein befindet sich auf der Oberfläche der Vorläuferzellen und verschwindet mit deren Reifung zu Oligodendrozyten.

Im Falle einer LäsionAls Läsion bezeichnet man die Schädigung/Verletzung von Nervengewebe, ein typisches Beispiel für die MS sind aktive Läsionen im ZNS, die Areale mit aktiven Entzündungsprozessen (Entzündungsherde) kennzeichnen. des Nervengewebes senden verschiedene Zelltypen Signalmoleküle aus. Auf einige dieser "Notrufe" reagieren die Vorläuferzellen in Abhängigkeit von NG2. "In zellbiologischen Experimenten konnten wir nachweisen, dass NG2 die Vorläuferzellen auf die Verletzungsstelle hin ausrichtet und so die Wanderung der Zelle zur Wundstelle gewährleistet", erklärt Dr. Fabien Binamé, Erstautor der Studie.  

"Die Funktion und Wirkungsweise von NG2 ist uns noch nicht vollständig bekannt", ergänzt Dominik Sakry, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. "Es scheint aber so, als ob dieser spezielle Wirkungsmechanismus von NG2 abhängig von der Beschädigung des Nervensystems ist."

Die in der vorgelegten Studie gewonnen Erkenntnisse könnten letztendlich für die Reparatur von demyelinisiertem Gewebe bei Multiple Sklerose wichtig werden, glaubt Prof. Jacqueline Trotter, Leiterin der Abteilung Molekulare Zellbiologie der JGU. 


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