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Was und wie viel bei MS?

Klinische und experimentelle Studien weisen darauf hin, dass sich die Ernährung positiv auf den Verlauf der Multiplen Sklerose auswirken kann. Menschen mit MS sollten sich daher abwechslungsreich, vollwertig, vitaminhaltig und ballaststoffreich ernähren. Der Speiseplan von Menschen mit Multipler Sklerose sollte viele frische, nicht schon zubereitete Lebensmittel enthalten. Zudem sollten MS-Betroffene ausreichend trinken – täglich mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Optimal sind Mineralwasser, Leitungswasser, ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee. Schwarzen Tee und Kaffee sollten Sie in Maßen konsumieren. Limonaden und koffeinhaltige Süßgetränke enthalten zu viel Zucker und sind deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Brot, Nudeln und mehr …

Getreide bzw. Mehl: Bevorzugen Sie bei Getreide bzw. Mehl immer solche Sorten, die noch alle Bestandteile des Getreidekornes, also den Keimling, die Schale und den Mehlkörper, enthalten. Denn gerade im Keimling und in der Schale sind die wertvollen Inhaltsstoffe wie B-Vitamine, Mineralien (Eisen, Magnesium Selen, Zink) und die Ballaststoffe enthalten. Im Mehlkörper befinden sich hauptsächlich langkettige Kohlenhydrate, die sogenannte Stärke, und Eiweiße.

Brot und Nudeln: Für Brot und Nudeln gelten genau dieselben Ernährungsrichtlinien wie bei Getreide und Mehl. Vollkornprodukte enthalten auch hier mehr von den oben genannten wertvollen Inhaltsstoffen.

Reis: Bei Reis sollten Sie ungeschälten verwenden, denn auch hier sitzen die Vitamine und Mineralstoffe sowie die Ballaststoffe fast ausschließlich in der Schale des Reiskornes.

Gemüse, Salat und Obst

Nehmen Sie täglich Obst und Gemüse zu sich. Obst und Gemüse sind kalorienarm und liefern ein buntes Potpourri an Vitaminen, Mineralstoffen und sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Das sind Geschmacks- und Farbstoffe der Pflanze, die vor Krebs und Herzkreislauferkrankungen schützen.

Fleisch, Wurst, Fisch und Eier müssen nicht jeden Tag sein! Nehmen Sie höchstens zwei Fleischmahlzeiten pro Woche zu sich. Auf Wurst und Innereien sollten Sie verzichten. Maximal zwei Eigelb pro Woche sind ausreichend. Fischmahlzeiten sind mindestens zweimal die Woche empfehlenswert.

Fette, Öle und Nüsse dürfen nicht fehlen – nur die richtigen Fette müssen es sein! Verzichten Sie auf tierische Fette und nehmen Sie dafür mehr pflanzliche Öle zu sich. Denn diese versorgen uns mit lebenswichtigen Fettsäuren. Rapsöl gilt als besonders wertvolles Öl, da es neben reichlich herzschützender Ölsäure einen großen Anteil an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren liefert. Auch Soja-, Walnuss- und Olivenöl, sowie Sonnenblumen- und Maiskeimöl wird von Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Aber Vorsicht: Zu viel Fett macht fett!

Die Ernährungspyramide

Wie eine abwechslungsreiche Ernährung aussieht, zeigt Ihnen auch die Ernährungspyramide. In dieser sind alle Lebensmittel auf sechs Ebenen verteilt. Abwechslungsreich essen bedeutet: Essen Sie aus jeder Lebensmittelgruppe etwas. Dabei ist es jedoch wichtig, sich an der Größe der einzelnen Pyramidenfelder zu orientieren. Aus den unteren Ebenen sollten Sie oft und reichlich essen, nach oben hin dann immer weniger.


Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (www.dge.de)




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