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Weitere Argumente für Koffein

TURKU (MedCon) – Finnische und amerikanische Wissenschaftler haben weitere Belege dafür gefunden, dass Koffein vor MS schützen kann. Zumindest waren Mäuse, die die Forscher geimpft hatten, um eine MS-ähnliche Erkrankung zu entwickeln, vor dieser geschützt, wenn sie mit ihrem Wasser soviel Koffein zu sich nahmen, wie es sechs bis acht Tassen Kaffee pro Tag entspricht.

Wie Linda Thompson und Kollegen berichten, hinderte das Koffein das Adenosin, einen der vier Bausteine der DNS, daran, sich an einen bestimmten Rezeptor zu binden. Adenosin ist ein im menschlichen Körper häufig auftretendes Molekül, das bei den biochemischen Prozessen des Schlafs, bei der Unterdrückung von Erregung und der Energieübertragung eine wichtige Rolle spielt.

Wenn Adenosin nicht an den Rezeptor binden konnte, verhinderte dies, dass bestimmte T-Zellen – weiße Blutkörperchen, die bei der Immunantwort eine zentrale Rolle spielen – das zentrale Nervenssystem erreichten und dort die Prozesse auslösen konnten, die bei den Versuchstieren die experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE) verursachen sollten. Die EAE gilt als Tiermodell der menschlichen MS.

"Dies ist ein aufregendes und überraschendes Ergebnis, und ich denke, es könnte für die Erforschung der MS und anderer Autoimmunerkrankungen wichtig sein", sagte Thompson.

Auch wenn die Ergebnisse ermutigend seien, wäre es bis zur Prävention der Multiplen Sklerose noch ein weiter Weg, fügte die Wissenschaftlerin hinzu. "Eine Maus ist kein Mensch, deshalb können wir ohne weitere Tests nicht sicher sein, dass Koffein auf Menschen, die MS-gefährdet sind, die gleiche Wirkung hat."

Eine Studie mit MS-Patienten, die deren Koffeinkonsum und dessen Auswirkungen auf die Krankheit verfolge, könnte deshalb der nächste Schritt in der Forschung sein, sagte Thompson. "Würde dabei ein Zusammenhang zwischen dem Koffeinkonsum und verringerten MS-Symptomen entdeckt, spräche dies für weitere Studien an Menschen."

Quelle: Proceedings of the National Academy of Sciences, Online-Vorabveröffentlichung vom 30. Juni 2008


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