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Wer sich bewegt, lebt gesünder

Sport ist gesund, das weiß jeder. Doch gerade MS-Betroffene hadern oft mit sich selbst: Wie viel Bewegung ist tatsächlich gut für den Körper? Ein paar Strategien und Tipps zum Thema Sport für Menschen mit Multiple Sklerose helfen, schwungvoll in den Frühling zu starten, ohne den eigenen Körper zu überfordern. Durch gezielte Trainingsübungen für Multiple-Sklerose-Betroffene fühlen Sie sich kräftiger, fitter und gesünder. Und tatsächlich ist Sport eine der wenigen Präventionsmaßnahmen, deren positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen sind. Bereits ein moderates, den eigenen Möglichkeiten angepasstes Training zeigt wohltuende Wirkung auf Körper und Geist. Wichtig ist aber, die eigenen Belastungsgrenzen zu kennen – und noch wichtiger ist, diese nicht zu überschreiten.

Aktiv bleiben mit MS

Natürlich gibt es Tage, an denen es schwerer fällt, sich zum Sport aufzuraffen als an anderen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wenn es draußen grau und nass ist, zieht es die wenigsten Menschen an die frische Luft, ins Schwimmbad oder in die Turnhalle. Auch Multiple-Sklerose-bedingt gibt es Tage, an denen bestimmte Bewegungen leichter fallen –oder eben schwerer. Wichtig ist, solche individuellen Leistungsschwankungen zu akzeptieren und dennoch – im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und selbstverständlich nur außerhalb eines Schubes – aktiv zu bleiben.

Warum Sport für MS-Betroffene wichtig ist

Ein kontinuierlich durchgeführtes Sportprogramm ist für die Gesundheit genauso wichtig wie für das Wohlbefinden – das gilt für Menschen mit oder ohne Multiple Sklerose gleichermaßen. Für jeden Moment, in dem unser Organismus in Schwung gebracht wird, belohnt er uns mit einem besseren Lebensgefühl. Bewegung an der frischen Luft verbessert die Abwehrkräfte. Sportliche Betätigung in der Gruppe fördert den zwischenmenschlichen Kontakt. Ausdauertraining stärkt das Herz, den Kreislauf und die Lunge – und arbeitende Muskeln schütten heilende Botenstoffe aus, die den gesamten Körper erfrischen. Selbst Depressionen, einer häufigen Begleiterscheinung bei Multiple Sklerose, kann Sport entgegenwirken.

Welche Sportart ist für wen zu empfehlen?

Gründe für körperliche Bewegung gibt es zuhauf. Doch wie können vor allem Menschen mit Multiple Sklerose ein für sich passendes Sport-Training finden? Als Grundregel gilt: Es muss Spaß machen. Denn damit Sport seine positive Wirkung überhaupt entfalten kann, ist es wichtig, ihn regelmäßig auszuüben. Wer sich jedes Mal überwinden muss, hat seine passende Sportart vielleicht noch nicht gefunden.

Gerade am Anfang sind daher Experimentierfreude und Geduld wichtig. Neugierig sein und ausprobieren lautet die Devise. Vielen Menschen hilft es, sich zu erinnern, was sie früher gerne gemacht haben. In einer moderaten Form eignet sich fast jede Sportart für Multiple-Sklerose-Betroffene. Zum Beispiel Schwimmen oder Krafttraining: Bewegungen im Wasser fallen leichter und steigern die Kondition, Übungen mit Fitnessgeräten trainieren Muskelkraft und Ausdauer. Auch die Bewegungsabläufe beim Reiten und Golfen sind für Menschen mit Multiple Sklerose durchaus zu empfehlen – ebenso asiatische Entspannungstechniken wie YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit., Tai Chi oder Qigong.

Keine Angst vor neuen Sportarten

Das sind Sportarten, die Sie noch nie versucht haben? Das macht nichts. Denn den Volksmund "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr" haben Wissenschaftler erfolgreich widerlegt. Bewegungen, die Spaß machen, lassen sich ein Leben lang lernen –auch noch mit 50 oder 60. Als Faustregel gilt: Gut ist, was gut tut – und scheuen Sie sich nicht davor, von Ihrer Multiple Sklerose zu erzählen. Erst dann können Trainer und Therapeuten gezielt auf Ihre Bedürfnisse eingehen.

Warnsignale des Körpers ernst nehmen

Bei allen Sportarten oder Bewegungstherapien für Multiple Sklerose gilt: auf die Signale des Körpers achten! Zur Bewertung der körperlichen Belastung wird Menschen mit Multiple Sklerose empfohlen, ein Sporttagebuch zu führen. Gemäß der Selbstbewertungsskala nach Borg wird darin jede Bewegungsaktivität entsprechend ihrer Anstrengung bewertet. Die Skala reicht von sechs bis 20 – wobei die optimale Belastung für Menschen mit Multiple Sklerose zwischen zehn und 13 liegt. Dies bedeutet, dass jede körperliche Betätigung beim Sport mit MS als "leicht" oder höchstens als "etwas anstrengend" empfunden werden sollte. Bewegungen sollten nie zur Überforderung werden – rechtzeitige und häufige Pausen helfen, Signale des Körpers wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren.

Sport mit MS trotz Resignationsfalle weitertreiben

Doch wie kann man die Motivation hochhalten, wenn man seinen Sport gefunden hat? Banal aber ratsam: Langsam mit dem Sport starten – und mit Freude, Freunden oder anderen Menschen mit Multiple Sklerose dabei bleiben. Verbindliche Trainingszeiten geben Struktur und integrieren den Sport in den Alltag. Ratsam ist zudem, sich nicht zu viel vorzunehmen. Jeder Anfang braucht Zeit. Bald verbessern sich Kondition, Koordination und Reaktionszeiten – und auf einmal macht das Training sogar richtig Spaß. Wenn das passiert, schüttet das Gehirn Wohlfühlbotenstoffe aus, wahre Stimmungsaufheller für Menschen mit Multiple Sklerose. Und damit wird Bewegung zum Selbstläufer – auch jetzt im Winter. Und gute Laune ist die beste Motivation für MS-Betroffene, um beim Sport zu bleiben.


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