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Werden MS-Schübe außerhalb des ZNS ausgelöst?

STOCKHOLM (BIERMANN) – Bei der Erforschung der Pathogenese der MS haben schwedische Wissenschaftler Folgendes entdeckt: Während sich MS-Patienten von Gesunden durch bestimmte Prozesse im zentralen Nervensystem unterscheiden, scheinen für die Auslösung eines Schubs vor allem Ereignisse außerhalb des ZNSZentralnervensystem verantwortlich zu sein.

Wie Boel Brynedal und Kollegen vom Karolinska-Institut in Stockholm berichten, hatten sie die Genexpression, also die Übersetzung genetischer Information in Eiweiße, von Liquorproben und mononukleären Blutzellen der Peripherie miteinander verglichen. Die Proben stammten von 26 MS-Patienten ohne immunmodulierende Therapie und wurden sowohl während eines Schubes als auch in Remissionsphasen genommen, sowie von 18 gesunden Kontrollpersonen.

Von den Liquorpoben wiesen 939 Probensets deutliche Unterschiede zwischen MS-Patienten und Kontrollpersonen auf. In den Proben der peripheren Blutzellen war hingegen kein solcher Unterschied zu erkennen, was nach Ansicht der Wissenschaftler bestätigt, dass der Liquor"Nervenwasser", Flüssigkeit im Zentralnervensystem, die Gehirn und Rückenmark umspült. Sie schützt das Zentralnervensystem vor mechanischer Verformung und spielt eine Rolle im Stoffwechsel sowie möglicherweise der Informationsvermittlung im Gehirn. den Krankheitsprozess als solches widerspiegele.

Wenn die Forscher allerdings MS-Patienten, die gerade einen Schub erlitten, mit solchen in RemissionVorübergehendes oder dauerhaftes Nachlassen bzw. Rückbildung von chronischen Krankheitszeichen. verglichen, fanden sie in 266 Probensets der Blutzellen Unterschiede in der Genexpression, keine jedoch in den Liquorproben.

Dies zeige die Bedeutung von Ereignissen außerhalb des zentralen Nervensystems bei der Auslösung von SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn., schlussfolgern die Wissenschaftler.

Quelle: Brynedal B. et al.: Neurobiol Dis. 2009 Nov 25. [Epub ahead of print]; beckerinfo.net/JClub/category/neurobiol-dis/


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