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Wie Umweltfaktoren Autoimmunerkrankungen auslösen können

LONDON (MedCon) – Britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Umweltfaktoren die Entstehung einer AutoimmunerkrankungEine Autoimmunerkrankung ist ein Prozess, bei dem sich Immunzellen gegen körpereigene Strukturen richten und diese zerstören. Neben der Multiplen Sklerose zählt auch die Rheumatoide Arthritis zu derartigen Autoimmunerkrankungen. wie MS beeinflussen können.

Wie die Zeitschrift Nature berichtet, konnten Dr. Brigitta Stockinger und ihr Team einen Mechanismus identifizieren, der eine Vielzahl von Umweltfaktoren mit den Autoimmunreaktionen in Zusammenhang bringt, bei dem Immunzellen körpereigene Gewebe angreifen.

"Auch wenn eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren wie Genetik, Hormone, Ernährung oder Infektionen die Entstehung von Autoimmunerkrankungen beeinflussen, deutet die Zunahme solcher Erkrankungen in Industrieländern auf einen Zusammenhang mit Umweltfaktoren hin", erklärte Stockinger.

Die Wissenschaftler hatten sich mit einem als AhR bezeichneten Eiweißstoff beschäftigt, der in einer Gruppe von T-Helferzellen vorkommt, den so genannten Th 17-Zellen. Diese sind unter normalen Umständen wichtige Helfer gegen Infektionen durch Pilze und Bakterien, spielen aber auch bei Multipler Sklerose eine Rolle. Werde AhR aktiviert, während sich die Th 17-Zellen entwickeln, steige das Risiko für das Entstehen einer Autoimmunerkrankung, sagte die Wissenschaftlerin. Die Aktivierung von AhR erfolgt durch Umweltfaktoren.

"Das AhR-System kann potenziell auf viele Faktoren reagieren, wie Umweltgifte, Nahrungsbestandteile oder sogar Hormone. Mit unserer Forschung haben wir einen molekularen Mechanismus entdeckt, der zeigt, wie eine breite Palette von Umweltfaktoren direkt auf die Zellen wirken können, die Autoimmunreaktionen auslösen."

Mäuse, denen das AhR-Eiweiß fehlte, zeigten im Versuch der Wissenschaftler zwar immer noch Reaktionen von T-Helferzellen, deren Anzahl war aber nicht überhöht. Dies deute darauf hin, dass die Interaktion von AhR mit Umweltfaktoren zu einer schädlichen Vermehrung der Th 17-Zellen und damit – bei genetisch vorbelasteten Personen – zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen beitrage, erklären die Forscher. Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass die künstliche Aktivierung von AhR zu einem schnelleren Auftreten von Autoimmunerkrankungen mit schwereren Symptomen führte.


Quelle: Nature, Online-Veröffentlichung vom 24. März 2008



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