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Wortgedächtnis lässt unbeeinflussbar nach

NAVARRA (MedCon) – Viele MS-Patienten klagen im Lauf ihrer Erkrankung über Einschränkungen ihrer geistigen Leistungsfähigkeit, die nicht nur ihnen, sondern auch ihren Angehörigen zu schaffen machen können. Nun haben spanische Wissenschaftler herausgefunden, dass diese Schwierigkeiten unabhängig davon auftreten, wie die Krankheit verläuft.

Dazu hatten sie 44 MS-Patienten über zwei Jahre hinweg beobachtet und alle drei Monate untersucht, zu Studienbeginn und am Ende ließen sie die Studienteilnehmer einen neuropsychologischen Test absolvieren. Die klinische Untersuchung umfasste die Erhebung neuer SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. und Veränderungen des EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.-Wertes, der alle sechs Monate bestätigt wurde.

"Dabei fanden wir, dass sich das Wortgedächtnis der MS-Patienten nach zwei Jahren verschlechtert hatte. Dies traf sowohl für Patienten mit stabiler als auch mit aktiver Krankheit, für Schübe und Verschlechterung der Behinderung zu, trat sogar zu Krankheitsbeginn sowie bei Patienten mit und ohne geistige Einschränkung zu Studienbeginn auf", resümieren die Autoren ihre ernüchternden Ergebnisse. Die Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen hatten sich nach zwei Jahren bei Patienten mit fortschreitender Behinderung verschlechtert. Diese Verschlechterung korrelierte außerdem mit der Veränderung des EDSS-Werts.

Quelle: Mult Scler. 2008 Jun 23. [Epub ahead of print]


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