Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Zimtsterne gegen MS?

CHICAGO (Biermann) – Zimt wirkt lindernd auf Arthritis, Husten und Halsschmerzen. Nun wollen US-amerikanische Wissenschaftler untersuchen, ob das Gewürz auch gegen Multiple Sklerose helfen kann – erste Versuche mit Mäusen waren zumindest vielversprechend.

"Die bei der Multiplen Sklerose auftretenden autoimmunen Reaktionen töten im Gehirn so genannte OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., das sind Zellen, die die Nervenzellen und ihre Myelinschicht schützen", erklärte Dr. Kalipada Pahan, der die Studie leitet. Die anti-entzündlichen Eigenschaften des Zimts könnten die Aktivierung von GliazellenDas Zentrale Nervensystem setzt sich aus Neuronen und Glia zusammen. Gliazellen bilden neben den eigentlichen Nervenzellen ein Zellgewebe des Nervensystems, das verschiedene andere wichtige Funktionen ausübt. Folgende Zelltypen werden zu den Gliazellen gezählt: Astrozyten (Transport von Nährstoffen, Stützfunktion), Mikroglia (Entsorgung von Abbauprodukten), Oligodendrozyten (Bildung der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird.) und Ependymzellen (Auskleidung der Liquorräume). und damit das Absterben von Gehirnzellen verhindern, glaubt der Forscher.

In ersten Untersuchungen konnte Pahan bereits zeigen, dass ein Abbauprodukt des Zimts die Bildung entzündungsfördernder Moleküle in Gehirnzellen verhindern und so das Fortschreiten der MS bei Mäusen blockieren konnte.

Er hatte die Substanz ins Trinkwasser der Versuchstiere gemischt und dann festgestellt, dass sich das klinische Bild erkrankter Tiere um mehr als 70 Prozent besserte, noch gesunde Tiere waren vollständig vor dem Auftreten einer Mäuse-MS geschützt. Der Wissenschaftler warnt MS-Betroffene jedoch ausdrücklich vor Selbstversuchen, denn das im Zimt enthaltene Cumarin kann – in größeren Mengen genossen – Leberschäden verursachen. Die in der Studie verwendete Substanz wurde künstlich hergestellt.


Quelle: Rush University Medical Center, 22.6.2011


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay