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Diagnose MS: Wie sag ich‘s meinem Kind?

Diagnose MS Wie sag ich`s meinem Kind
Die Familie ist für MS-Betroffene oft eine große Unterstützung. Sie gibt Halt und schenkt Liebe. Vor allem die Beziehung zum eigenen Kind ist wichtig. Oft verstehen die Kleinen aber nicht, was es genau mit der MS auf sich hat.

Daher ist es nicht immer so einfach, die richtigen Worte zu finden, um seinem Kind von der Diagnose zu erzählen – hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Ab welchem Alter man seinem Kind von der Diagnose erzählt, hängt zuerst mit dem Verlauf der MS zusammen. Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, einem zweijährigen Kind von der Diagnose zu erzählen, wenn es noch keine Anzeichen bemerkt. Im Grundschulalter sollte die MS aber langsam thematisiert werden, denn Kinder in dem Alter verstehen oft viel mehr, als man ihnen zutraut.


Der Moment der Aufklärung: Feingefühl und Ehrlichkeit

Kommt die Mama vielleicht öfters mal ins Schwanken oder verschüttet ständig Dinge, kann man davon ausgehen, dass das Kind irgendwann merkt, dass etwas anders ist. Deswegen macht es oft keinen Sinn, die Diagnose vor ihm zu verheimlichen, denn sonst denkt es sich irgendwann seine eigene Wahrheit aus oder lacht womöglich noch über die Missgeschicke. Die Frage ist also nicht, ob man seinem Kind davon erzählt, sondern eher wie.

Wichtig ist es, sich für den Moment der Aufklärung genug Zeit und Ruhe zu nehmen. Auch sollte man das Kind nicht mit zu vielen Informationen auf einmal überhäufen, da ihn das überfordern könnte. Deswegen sollte man es lieber in kleinen Portionen mit dem Thema vertraut machen. So wird der Umgang mit der MS allmählich etwas Selbstverständliches. Sollte es Fragen haben, sollte man immer ein offenes Ohr haben, ihn aber keinesfalls mit den eigenen Sorgen belasten. Herausforderungen sind im Grunde gut für Kinder, da sie daran wachsen, aber zu viel davon kann sie langfristig überfordern.


Anderes Kind – andere Reaktion

Jedes Kind geht anders mit einer derartigen Information um. Genauso wie bei Erwachsenen, kann sie Ängste, Verwirrung und auch Wut hervorrufen. Je jünger das Kind ist, desto filterfreier sind die Gefühle. Dann können auch oft Fragen wie „Wirst du bald sterben?“ oder „Was passiert denn jetzt?!“ kommen.
Diese Fragen sollten die Eltern ernst nehmen und ehrlich und mit viel Liebe beantworten. Manche Kinder sagen im ersten Moment aber auch gar nichts und lassen sich gar nichts anmerken. Dies kann für die Eltern verwirrend sein, sollte dann aber auch respektiert werden. Hier sollte man das Thema erstmal ruhen lassen und nach ein paar Tagen nach dem Gemütszustand fragen und was für Gedanken im Kopf zu diesem Thema herumschwirren. Wenn das Kind über einen längeren Zeitraum traurig und ängstlich bleibt oder sich sein Verhalten ändert, sollte man darüber nachdenken, einen Experten einzubeziehen.


Die schönen Momente im Fokus

Wichtig ist es, immer wieder Positives zu vermitteln und zu zeigen, dass das Leben trotz schwierigen Momenten auch so viel Schönes zu bieten hat, indem man schöne Dinge unternimmt und gemeinsam auf Ausflüge geht. Das Kind sollte sehen, dass man all die schönen Dinge weiterhin machen kann, das von MS betroffene Elternteil sich dabei nur nicht zu sehr überfordern darf. So lernen Kinder, mit schwierigen Momenten fertig zu werden.

Fehlt einem Mal die Kraft, kann man den Partner, Freunde oder andere Angehörige um Unterstützung bitten.

Es kann oft passieren, dass Kinder sich aufopferungsvoll kümmern wollen. Hier sollten die Eltern es dankend annehmen, aber dafür sorgen, dass es sich nicht überfordert und seine Freunde oder eigene Hobbies vernachlässigt.

Tipp: Die Broschüre „Mamas Geheimnis: Das Rätsel MS erklären und verstehen“ behandelt das Thema MS durch eine kindgerechte Geschichte. Diese kann unter www.aktiv-mit-ms.de/service/downloads kostenlos heruntergeladen werden.


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