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Die schönsten Wochen im Jahr entspannt genießen

Die schönsten Wochen im Jahr entspannt genießen
ZÜRICH (Biermann) – Frei nach dem Motto „Vorfreude ist die schönste Freude“ versüßt schon die Planung des nächsten Urlaubs vielen Menschen die Zeit bis zur Abreise. Eine gute Vorbereitung sorgt jedoch auch dafür, dass die schönsten Wochen im Jahr wirklich erholsam sind.

Dies gilt umso mehr, wenn Menschen mit Multipler Sklerose (MS) verreisen wollen, denn neben der Wahl des Urlaubsortes und einer möglicherweise barrierefreien Unterkunft sollten sie noch weitere Aspekte beachten.

Reiseplanung

So sollten MS-Betroffene, bei denen sich Hitze und Wärme ungünstig auf das körperliche Befinden auswirken (Uhthoff-Phänomen), nicht in die (Sub-)Tropen reisen. Zu starke Änderungen des Klimas können außerdem die Anfälligkeit für Infekte erhöhen.

Um sich vor deutlich schwerwiegenderen Erkrankungen als einer Erkältung zu schützen, sind je nach Reiseziel auch zusätzliche Impfungen notwendig. Welche das sind und ob die entsprechenden Impfstoffe bei MS verabreicht werden können, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. So gelten Lebendimpfstoffe, wie sie beispielsweise gegen Cholera oder Gelbfieber eingesetzt werden, bei MS als nicht empfehlenswert. Totimpfstoffe, beispielsweise gegen Hepatitis A und B, werden bei MS hingegen als sicher eingestuft.

Um Infektionen, die durch blutsaugende Insekten am Urlaubsort übertragen werden können, zu vermeiden (z. B. Malaria, Zika-Virus oder Dengue-Fieber), sollten außerdem die üblichen prophylaktischen Maßnahmen wie lange Kleidung, Insektenschutz (Repellent) und Moskitonetz ergriffen werden. Für eine individuelle Beratung zum Thema Impfschutz empfiehlt es sich, im Vorfeld einer Reise in exotische Gefilde einen Termin bei einem Facharzt für Tropen- und/oder Reisemedizin zu vereinbaren.

Medikamente sicher mitnehmen

Da die MS-Dauertherapie keine Pause erlaubt und auch im Urlaub weitergeführt werden muss, ist es wichtig, sich rechtzeitig vor Reisebeginn ausreichend mit den notwendigen Medikamenten einzudecken. Müssen diese gekühlt werden, ist es wichtig, die Kühlkette auch während der Reise aufrecht zu erhalten. Hierbei helfen Kühltaschen oder Kühlaggregate. Da die Temperaturschwankungen im Flugzeugbauch sehr groß sein können und Gepäckstücke auch verloren gehen können, empfiehlt es sich, alle Medikamente im Handgepäck mitzunehmen. Dorthinein gehören neben Ausweispapieren sowie Krankenversicherungsnachweis und Behindertenausweis auch Hilfsmittel, beispielsweise Urinbeutel, Katheter oder der Rollator.

Um Problemen am Sicherheitscheck oder der Zollabfertigung des Flughafens wegen mitgeführter Spritzen und Kanülen vorzubeugen, empfiehlt es sich, ein ärztliches Attest (am besten auf Englisch) bei sich zu haben. Manche Medikamentenhersteller haben zu ihren Produkten auch mehrsprachige Zollbescheinigungen, die vorgelegt werden können. Werden die Medikamente außerdem in der Originalpackung mitgeführt, gibt es erfahrungsgemäß kaum Probleme.

Entspannt reisen

Eine Begleiterscheinung von Reisen in andere Zeitzonen, die häufig die ersten Urlaubstage beeinträchtigen kann, ist der berühmt-berüchtigte Jetlag, der sich durch Müdigkeit, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme äußert und umso stärker ausfällt, je größer die Zeitdifferenz zwischen Heimat- und Urlaubsort ist. Entsprechend gilt eine Differenz von bis zu drei Stunden als unproblematisch, bei mehr als sechs Stunden Flugdauer kann es hingegen schon einige Tage dauern, sich an die neue Zeitzone am Urlaubsort anzupassen. Als Faustregel gilt: Pro Stunde Zeitverschiebung ein Tag Eingewöhnung.

Vorbeugen lässt sich dieser Herausforderung für den Biorhythmus, indem man seinen Körper schon einige Tage vor Abflug an die neue Zeitzone gewöhnt: Vor Flügen nach Osten gehen Sie früher als üblich ins Bett, vor Flügen nach Westen bleiben Sie nach Möglichkeit länger auf. Verschieben Sie Ihre Schlaf- und Aufstehzeiten täglich um eine Stunde so, dass sich die innere Uhr bereits der Zeit des Zielortes nähert.

Stress am Flughafen lässt sich durch Buchung von Non-Stopp-Flügen, Bestellung eines Rollstuhls und individuellen Transfers zum Flugzeug sowie spezielle Check-in-Möglichkeiten für mobilitätseingeschränkte Passagiere vermeiden, über die Sie sich frühzeitig informieren sollten. So steht einer entspannten Reise in die Ferne nichts mehr im Weg!


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