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Digitale Gesundheitsanwendungen: DiGA – Apps auf Rezept

Digitale Gesundheitsanwendungen_DiGA – Apps auf Rezept
Ganz gleich ob der Tracker für die Fitness oder die Podcast-Serie fürs Wohlbefinden: E-Health-Angebote liegen im Trend und erfreuen sich großer Beliebtheit. Seit Oktober 2020 dürfen Ärzte bestimmte Digitale Gesundheitsanwendungen nun sogar auf dem „rosa Rezept“ verordnen.

Die Kosten trägt dann die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV).  Auch wenn direkt zu Beginn noch keine spezielle Multiple Sklerose App gelistet ist, kann das Angebot für Menschen mit MS durchaus interessant sein.


Dass Mediziner ihren Patienten eine App verordnen können, macht das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) möglich, das bereits im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet wurde.  Welche Digitale Gesundheitsanwendung genau erstattet werden kann, darüber entscheidet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die auch als BfArM bekannte selbstständige Bundesoberbehörde ist auch zuständig für die Zulassung von Arzneimitteln sowie für die Risikobewertung von Medizinprodukten.  

Nicht jede Gesundheits-App ist auch eine DiGA

Um in das DiGA-Verzeichnis des BfArM aufgenommen zu werden, müssen die Apps durch die Zertifizierung als Medizinprodukt ihre Sicherheit und Funktionstauglichkeit nachweisen. Außerdem müssen unter anderem der Datenschutz sowie die Informationssicherheit belegt sein – und ein positiver gesundheitlicher Effekt nachgewiesen werden. Steht ein entsprechender Nachweis noch aus, können Digitale Gesundheitsanwendungen unter bestimmten Voraussetzungen aber auch ohne diesen vorübergehend für ein Jahr gelistet werden. 


Online-Verzeichnis über verordnungsfähige Apps 

Die Liste aller aktuell verordnungsfähigen Apps wird ständig aktualisiert und ist online öffentlich einsehbar unter diga.bfarm.de/de/verzeichnis. Zum Startpunkt der Veröffentlichung des Verzeichnisses im Oktober 2020 umfasste diese Liste zunächst nur eine Handvoll Apps und noch kein spezielles Angebot zum Thema Multiple Sklerose. Doch ein Anfang ist gemacht und weitere Anwendungen warten bereits auf ihre Aufnahme in die Liste. Zu den ersten vom BfArM zugelassenen DiGAs gehörten solche für Patienten mit Übergewicht, Angststörungen oder Schlafproblemen – und können damit durchaus auch für Menschen mit MS relevant sein.

Digital gegen Schlafprobleme oder Angststörungen

So ist z. B. die somnio-App zur Anwendung bei Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie) gedacht. Dazu werden in dieser DiGA z. B. Methoden vermittelt, um Schlafzeiten zu optimieren, mit hindernden Gedanken umzugehen oder Entspannungstechniken zu nutzen.  Die App velibra® ist für Patienten ab 18 Jahren zugelassen, die an einer Angststörung leiden. Das Programm ist als Ergänzung zu einer Behandlung (z. B. durch den Arzt) gedacht und basiert auf Übungen und Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie. 

Wer kann sich eine DiGA verschreiben lassen?


Alle gesetzlich krankenversicherten Patienten können sich von ihrem Arzt eine DiGA aus dem offiziellen Verzeichnis verschreiben lassen. Dieser stellt zunächst eine Diagnose und entscheidet, ob die App in diesem Fall sinnvoll ist. Dann verordnet er sie auf dem allseits bekannten rosafarbenen Rezeptformular und gibt dabei genau an, welche DiGA genutzt werden soll.  Patienten können sich auch direkt an ihre Krankenkasse wenden – müssen dann aber nachweisen, dass die entsprechende Indikation bereits ärztlich nachgewiesen wurde.


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