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Führt der Verlust von Synapsen zu kognitiven Beeinträchtigungen?

fuehrt der verlust von synapsen zu kognitiven beeintraechtigungen
Im Tierexperiment gelang Wissenschaftlern die Beobachtung, dass die Verbindungen zwischen den Nervenzellen unabhängig vom Zustand der Myelinhülle abnehmen. Die Forscher wollen nun untersuchen, ob der Schutz dieser Synapsen die kognitiven Fähigkeiten von MS-Betroffenen bewahren kann.

NEW YORK (Biermann) – Bei der Multiplen Sklerose (MS) scheint die Zahl der Nervenverbindungen im Hippocampus, einer für das Gedächtnis wichtigen Gehirnregion, unabhängig von Schäden am MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. abzunehmen. Dies haben US-amerikanische Wissenschaftlern an Mäusen mit künstlich ausgelöster Gehirnentzündung (Experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis, EAE) herausgefunden.

Bei der MS kommt es zu Schäden an der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird., welche die Ausläufer von Nervenzellen (AxonAxone sind Fortsätze von Nervenzellen. Sie stellen die Verbindung zwischen den Nervenzellen und den ihnen nachgeschalteten Erfolgszellen, z.B. Muskelzellen, her und dienen der Kommunikation im Nervensystem. Axone werden von Hüllzellen umgeben. Diese bilden Myelin und überziehen die Axone mit einer weißlichen Myelinscheide (Markscheide). Die Myelinscheide schützt die Axone und beschleunigt die Leitung der Nervenimpulse.) umgibt und schützt. Diese Schäden wurden bislang auch für das Auftreten kognitiver Beeinträchtigungen wie Gedächtnisprobleme verantwortlich gemacht.

Um das Ausmaß von Schäden an den Axonen und Kontaktstellen der Nervenzellen untereinander (SynapsenSynapsen sind Kontaktstellen zwischen zwei Nerven oder zwischen einem Nerv und einem Muskel. Die ankommenden Informationen bzw. Erregungen werden mittels Neurotransmittern (Botenstoffe) über den synaptischen Spalt hinweg weitergegeben.) bei MS zu bestimmen, hatten Wissenschaftler der Universität Rochester unter anderem die Synapsendichte im Hippocampus von Mäusen mit EAE untersucht. Das erstaunliche Ergebnis: Trotz intakter Myelinhülle an den Axonen der untersuchten Nervenzellen war die Zahl der Synapsen bei EAE-Mäusen um 28 Prozent niedriger als bei Kontrollierten.

In einer weiteren Versuchsanordnung gaben die Forscher Immunzellen des Gehirns, die sogenannten Mikrogliazellen, zu Kulturen von Hippocampus-Zellen. Dadurch wurden die Synapsen anfälliger für Schäden, wobei das Ausmaß der Schäden von der Konzentration des sogenannten Plättchenaktivierenden Faktors (PAF) abhing. PAF kann die Zusammenlagerung von Blutplättchen auslösen. Hemmten die Forscher um Dr. Matthew Bellizzi und Dr. Harris Gelbard die Aktivität von PAF vor Auslösen der EAE, verhinderte dies zwar nicht die Erkrankung, schützte aber die Synapsen.

Die Forscher wollen nun untersuchen, ob der Schutz von Synapsen im Hippocampus die kognitiven Fähigkeiten von MS-Betroffenen bewahren kann.



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