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Gezieltes Beckenbodentraining bei Blasenschwäche

gezieltes Beckenbodentraining hilft bei Blasenschwäche
Sogenannte neurogene Blasenstörungen sind bei MS keine Seltenheit, weil Nerven, die der Blasenkontrolle dienen, gestört sind. Plötzlicher, unkontrollierbarer Harndrang zwingt Betroffene oft innerhalb von Sekunden eine Toilette aufzusuchen.

Hier kann gezieltes Training des Beckenbodens helfen, die Probleme in den Griff zu bekommen oder abzumildern.

Was ist der Beckenboden?

Beim Beckenboden handelt es sich um eine Muskelplatte im Bauchraum, die ihn nach unten abschließt, den inneren Organen Halt gibt und die Schließmuskulatur von Harnröhre und After unterstützt. Das ist besonders dann wichtig, wenn beim Husten, Lachen, Springen oder Anheben schwerer Lasten Druck auf den Bauchraum entsteht. Bei einem schwachen Beckenboden geht in solchen Situationen unwillkürlich Urin verloren.

Beckenbodentraining

Oft stellt sich vor dem Beckenbodentraining die Frage, wie ein Muskel trainiert werden kann, den man eigentlich nicht spürt. Versuchen Sie beim Wasserlassen auf der Toilette durch Muskelanspannung den Urinstrahl zu unterbrechen. Diese Muskeln, die Sie dafür anspannen müssen – ohne Hilfe der Bauch- und Gesäßmuskulatur – sind die Muskeln, um die es beim Beckenbodentraining geht. 

Da die Atmung die Bewegungen des Beckenbodens beeinflusst, kann das Training durch die richtige Atmung unterstützt werden. Beim Einatmen senken sich Zwerchfell, innere Organe und Beckenboden, beim Ausatmen heben sie sich wieder an. Deshalb kann Ausatmung die Muskelanspannung verstärken, während das Einatmen zur Entspannung beiträgt.

Effiziente Beckenbodenübungen gibt es unter:

www.aktiv-mit-ms.de/leben/artikel/die-staerken-des-beckenbodens-teil-2/

Die Übungen sollten mehrmals hintereinander wiederholt (Sets) und die Sets mehrmals am Tag durchgeführt werden. Neben Übungen im Liegen für zu Hause, gibt es auch einige, die im Sitzen oder Stehen durchgeführt werden können. Mit ihnen lässt sich praktisch überall – beim Warten auf den Bus oder beim Arbeiten im Büro – der Beckenboden trainieren.

Training mit Biofeedback

Daneben gibt es außerdem die Möglichkeit, den Beckenboden mit kleinen Gewichten in Form von Kegeln, Kugeln oder Konen zu trainieren, die in die Scheide eingeführt werden. Durch das Gewicht spannt sich der Beckenboden an, damit der Fremdkörper nicht herausfällt. Das stärkt die Muskulatur und verbessert das Gefühl für den Beckenboden.

Das Gewicht der Formen variiert und wird der Muskelkraft entsprechend gesteigert. Außerdem gibt es batteriebetriebene Trainer mit Vibration und Apps, Beckenboden-Computer, Beckenboden-Trainer mit Reizstrom (TENS) oder Sitzkissen, welche die Beckenbodenmuskulatur stärken sollen. Fragen Sie am besten Ihren Arzt oder Physiotherapeuten.

Noch ein Alltags-Tipp: Husten und Niesen sorgen für einen plötzlichen, starken Druck auf den Beckenboden. Indem Sie den Oberkörper leicht zur Seite drehen und in Ihre Armbeuge niesen oder husten, können Sie diesen Druck mindern. Das entlastet nicht nur den Beckenboden, sondern ist in der Erkältungszeit auch hygienischer. 


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