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Gezieltes Training erleichtert Job und Alltag

Gezieltes Training erleichtert Job und Alltag
KOPENHAGEN/GALWAY – Kognitive Einschränkungen wie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme treten bereits in frühen Stadien der Multiplen Sklerose (MS) auf und zählen zu den belastendsten Symptomen der Störung.

Doch sie beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern können auch die Berufstätigkeit gefährden, wie eine aktuelle Untersuchung schwedischer Wissenschaftler zeigt.1

Sie hatten in einer Studie mit mehr als 900 Teilnehmern festgestellt, dass die Berufsunfähigkeit bei MS in direktem Zusammenhang mit der Geschwindigkeit steht, mit der Betroffene Informationen im Gehirn verarbeiten (Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, IVG). So war der Anteil berufsunfähiger Personen in der Studiengruppe mit den schlechtesten Ergebnissen bei einem entsprechenden Test um 73 Prozent höher als in der Gruppe mit den besten Ergebnissen.1

Umso wichtiger ist es, diesen kognitiven Einschränkungen frühzeitig entgegenzuwirken. Für diese als kognitive Rehabilitation bezeichneten Maßnahmen existieren bereits diverse, meist computerbasierte Ansätze. Allerdings sind die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zur Wirksamkeit der Maßnahmen teilweise widersprüchlich, berichten Sean Reilly und Sinéad M. Hynes von der Universität Galway, Irland, in einer weiteren Studie.2 Sie entwickelten deshalb ein eigenes Therapieprogramm (A Cognitive Occupation-Based Programme for People with Multiple Sclerosis, COB-MS), das Menschen mit MS helfen soll, mit den täglichen Herausforderungen in Beruf und Alltag besser zurecht zu kommen.

COB-MS sieht sechs Gruppen- und zwei Einzelsitzungen über neun Wochen vor und verfolgt das Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, ihre (beruflichen) Ziele zu erreichen und gleichzeitig ihre kognitiven Beeinträchtigungen zu bewältigen.

In ihre Studie schlossen Reilly und Hynes zwölf Personen mit MS ein, die zwischen 39 und 73 Jahre alt waren (durchschnittliches Alter 55 ± 9,6 Jahre) und das Therapieprogramm absolvierten. Danach zeigten die Teilnehmer gegenüber Studienbeginn signifikante Fortschritte beim Erreichen selbstgesteckter Ziele sowie deutliche Verbesserungen bei verbalen Lernstrategien und -prozessen, des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses, der Hirnfunktionsleistung und typischen Gedächtnisproblemen im Alltag, die auch noch acht Wochen später deutlich waren.

Erste Erfahrungen von Ergotherapeuten mit COB-MS hätten gezeigt, dass Personen, deren MS erst vor Kurzem diagnostiziert wurde, stärker von dem Programm profitieren als Personen, deren Diagnose schon weiter zurückliegt, berichten die Autoren. Diese Einzelberichte müssten allerdings in größeren Untersuchungen noch überprüft werden.

Quellen:
1. Mult Scler J Exp Transl Clin. 2019 Jan 14;5(1):2055217318822134.
2. Occup Ther Int. 2018 May 2;2018:1614901.



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