Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Grippeschutzimpfung bei MS – wichtig und sicher

ROSTOCK/NORWEGEN (Biermann) – Winterzeit ist Grippezeit. Daher rufen Ärzteverbände und Gesundheitsämter jeden Herbst zur Grippeschutzimpfung auf.

ROSTOCK/NORWEGEN (Biermann) – Winterzeit ist Grippezeit. Daher rufen Ärzteverbände und Gesundheitsämter jeden Herbst zur Grippeschutzimpfung auf. Informationsdefizite und gezielte Fehlinformationen von Impfgegnern sorgen jedoch immer wieder für Verunsicherung, ob die entsprechende ImpfungErzeugung einer Immunität zur Vorbeugung einer Erkrankung. Bei Impfungen werden aktive und passive Impfungen unterschieden. Bei passiven Impfungen werden lediglich Antikörper injiziert, die gegen den Erreger gerichtet sind und diesen im Falle einer Infektion unschädlich machen. Die aktive Impfung basiert auf der Einbringung einer geringen Menge an abgetöteten Keimen bzw. Erregern in den Körper. Das Immunsystem entwickelt gegen diese Erreger eine Immunantwort. Bei einer Infektion zerstört das derart programmierte Immunsystem den Erreger. überhaupt wirksam oder möglicherweise sogar schädlich ist – insbesondere, wenn Betroffene, beispielsweise wegen Multipler Sklerose – eine immunmodulierende Therapie erhalten. Zu Unrecht, wie zwei aktuelle Untersuchungen erneut belegen.1,2 

Gliederschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost: Wen die echte Grippe oder Influenza erwischt, der ist nicht nur stark erkältet, sondern ernsthaft erkrankt. Für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) geht eine Grippeinfektion zusätzlich mit einem erhöhten Schubrisiko einher. Deshalb raten die Experten des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) zur regelmäßigen saisonalen Schutzimpfung. So könnten Totimpfstoffe, wie sie bei Influenza zum Einsatz kommen, bei MS in der Regel problemlos angewendet werden. Die gewünschte Impfantwort gegen Influenza werde nach gegenwärtigem Wissensstand auch unter den gängigen MS-Immunbasistherapeutika aufgebaut, heißt es in einer Stellungnahme des KKNMS.3


Dies belegen aktuell auch zwei Studien aus Deutschland und Norwegen, die die Immunantwort von insgesamt fast 200 Personen mit MS untersucht hatten, die sich gegen verschiedene Viren-Typen (H1N1, H3N2 oder Influenza B) hatten impfen lassen. Ein Großteil der Studienteilnehmer erhielt immunmodulierende Therapien.

Bei der Bestimmung der Immunantwort auf die Impfung fanden die Forscher um Prof. Uwe Zettl von der Universität Rostock für alle Therapeutika einen Anstieg des Antikörpertiters um mindestens 60 Prozent, was einem guten Impfschutz entspricht. Lediglich bei Personen, deren MS-Diagnose schon länger zurücklag, bestand ein Risiko für einen unzureichenden Impfschutz. Nebenwirkungen der Impfung oder gar eine erhöhte Aktivität der MS konnten die Wissenschaftler nicht beobachten.2


In der norwegischen Studie war die Impfantwort lediglich unter zwei Therapieregimen (Fingolimod, Natalizumab) eingeschränkt, hier raten die Wissenschaftler zu einer zweiten Impfdosis, falls die serologische Prüfung eine eingeschränkte Immunantwort zeigen sollte.3

Hinweis: Konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt, der individuell einschätzt, ob eine Schutzimpfung für Sie infrage kommt. 

Quellen:

1 www.kompetenznetz-multiplesklerose.de/wp-content/uploads/2011/11/kknmsb-dmsg_stellungnahme_grippeschutzimpfung_20111130_final%201.pdf; letzter Aufruf am 13.12.2018

2 CNS Neurosci Ther. 2018 Jul 25. doi: 10.1111/cns.13034. [Epub ahead of print]

3 Eur J Neurol. 2018 Mar;25(3):527-534.


Schlagworte / Themen


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu. Mehr erfahren
Okay
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf aktiv-mit-ms.de surfen möchten, stimmen Sie bitte der Verwendung von Cookies einmalig zu.
Mehr erfahren
Okay