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Gut durch den Sommer mit MS

Gut durch den Sommer mit MS
Sonnenschein und Sommerhitze sind für die meisten Menschen erstmal ein Grund zum Strahlen. Menschen mit MS stehen der heißen Jahreszeit allerdings überwiegend skeptisch gegenüber.

Kein Wunder: Die Erhöhung der Körperwärme durch die steigenden Umgebungstemperaturen kann zur vorübergehenden Verschlechterung bestehender Beschwerden führen. Um gut durch den Sommer zu kommen, sollten Menschen mit MS daher einige Tipps beherzigen – und heißen Zeiten besser die kalte Schulter zeigen.

Steigen die Außentemperaturen auf sommerliche Höchstwerte, sinkt bei vielen MS-Patienten deutlich die Lebensqualität: Sie fühlen sich müde und benommen, Sehstörungen und motorische Fähigkeiten verschlechtern sich. Über 80 Prozent aller Menschen mit MS sind von der Verstärkung ihrer Krankheitssymptome bei einer Erhöhung der Körpertemperatur betroffen.   

„Pseudo-Schub“ & Uhthoff-Phänomen

Erstmals beschrieben wurde dieser Zusammenhang vom deutschen Augenarzt Wilhelm Uhthoff (1853-1927) und wird daher auch als Uhthoff-Phänomen bezeichnet. Zu der Verschlechterung bestehender Beschwerden kommt es aufgrund der geschädigten Nervenbahnen, die bei einer MS als Folge der entzündlichen Erkrankung in Gehirn und Rückenmark vorliegen. Wissenschaftler nehmen an, dass die geschädigten Nerven die Temperaturerhöhung nicht so kompensieren können, wie gesunde, sodass die Reizweiterleitung gestört ist.  Je stärker die Schädigung der schützenden Myelinhüllen im MS-Verlauf fortgeschritten ist, desto temperaturempfindlicher werden die Nervenfasern. Wichtig zu wissen: Die Verschlechterung der Symptome ist nur vorübergehend, da sie nicht durch einen echten Entzündungsschub ausgelöst wird. Man spricht beim Uhthoff-Phänomen daher auch von einem „Pseudo-Schub“.

5 Tipps, um mit MS möglichst gut durch den Sommer zu kommen:

  • Viel trinken – idealerweise Wasser.
    Allerdings besser ungekühlt, denn wenn der Körper eisgekühlte Getränke aufnimmt, muss die Flüssigkeit zunächst auf Körpertemperatur gebracht werden. Das braucht Energie, die der Körper in Form von Wärme abgibt, sodass man ins Schwitzen gerät. 

  • Körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden.
    Natürlich lassen sich nicht alle Arbeiten im Sommer einfach auf Eis legen. Es kann aber schon helfen, den Tagesablauf etwas umzustrukturieren und Erledigungen oder anstrengende Aufgaben auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.

  • Den Köper über die Haut abkühlen:
    Manchmal kann ein kühles Fußbad oder das Eintauchen der Unterarme in eine Wanne mit kaltem Wasser Linderung bringen. Es empfiehlt sich auch, zuhause Eiswürfel parat zu haben, um Nacken, Handgelenke und Stirn zwischendurch kühlen zu können. Für unterwegs eignen sich ein Wasserspray, Taschenventilator oder Fächer.

  • Die richtige Kleidung wählen:
    Bei heißen Außentemperaturen sollte die Kleidung leicht und luftig sein. Enge, einschneidende Teile dürfen jetzt im Schrank bleiben. Dabei sind Naturmaterialien wie Leinen oder Baumwolle zu bevorzugen, denn sie sind atmungsaktiv und haben einen leichten Kühleffekt.  Es gibt aber auch spezielle Kühlkleidung (z. B. Kühlwesten oder -strümpfe).

  • Für ein angenehmes Raumklima sorgen:
    In den frühen Morgenstünden kräftig durchlüften, dann die Fenster geschlossen halten und die Rollläden herunterlassen, damit die Räume durch direkte Sonneneinstrahlung nicht unnötig aufgeheizt werden. Ventilatoren oder Klimageräte können zusätzliche Abkühlung bringen.


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