Was ist der Login?

Sie können sich über einen Klick auf das Icon oben rechts,
wie gewohnt, bei Aktiv mit MS anmelden.

Sie können ab sofort für zukünftige Besuche auch direkt angemeldet bleiben.



Hier ist Widerstand Programm

Hier ist Widerstand Programm
So wie das Tempo für Taschentücher steht, ist das Thera-Band® der Inbegriff aller Gymnastikbänder. Aber seit wann gibt es den Latexklassiker von der Rolle eigentlich? Wofür stehen die unterschiedlichen Farben? Und worauf sollten Menschen mit MS beim Üben besonders achten?

Das Thera-Band® in der MS Therapie

Begonnen hat die Thera-Band® Erfolgsgeschichte bereits 1978 in Ohio – mit ein paar elastischen Bändern aus natürlichem Latex.  Mittlerweile hat sich der Begriff Thera-Band® weit über die Grenzen der USA hinaus als Synonym für widerstandsgebende Übungsbänder etabliert. Kein Wunder: Der Tausendsassa unter den Trainingsgeräten ist nicht nur bei Sportlern für Kraft- und Ausdauerübungen beliebt. Auch in der Reha- und Physiotherapie lassen sich die flachen Bänder in vielfältigen Einsatzgebieten nutzen – unter anderem für Menschen mit Multiple Sklerose. 

MS Patient oder Pofi-Sportler? Auf die Farbe achten.

Dabei erfolgt der Thera-Band® Einsatz immer gemäß dem Prinzip des progressiven Widerstands. Das bedeutet: Je stärker das Latexband gedehnt wird, desto mehr Krafteinsatz ist nötig. Damit Spitzenathleten ebenso erfolgreich mit dem Thera-Band® arbeiten können wie Menschen mit MS, gibt es verschiedene Widerstandsstufen. 

Diese unterscheiden sich zur einfacheren Übersicht in der Farbe und reichen beim Thera-Band® Übungsband mit 2,5 m Länge von leicht (gelb) bis spezialstark (schwarz).  Durch die einfache Handhabung und die variablen Anpassungsmöglichkeiten auf individuelle Bedürfnisse, können Menschen mit MS das Thera-Band® nach Abstimmung mit ihrem Arzt auch zu Hause nutzen. Das kann das „Dranbleiben“ an regelmäßiger Bewegung erheblich erleichtern.

Persönliche Belastungsgrenze und korrekte Handhabung

Sport wirkt sich im Allgemeinen günstig auf MS Symptome aus, erhöht die Mobilität und steigert die Lebensqualität.  Für MS Betroffene mit motorischen Beschwerden ist körperliches Training besonders wichtig, da sie aufgrund ihrer spezifischen MS Symptomatik schneller an Leistungsfähigkeit einbüßen.  Trotz dieser positiven Aspekte, sollten Menschen mit MS vor und bei jedem Training genau in ihren Körper hineinspüren. Je nach tagesaktueller Belastungsgrenze ist die Intensität und Dauer der Übungen so anzupassen, dass es nicht zur Überanstrengung oder Überhitzung kommt. 

Wichtig beim Training mit dem Thera-Band® ist außerdem die korrekte Handhabung: Die Bänder sollten breitflächig um die ausgetreckte Hand gewickelt und nicht mit geschlossener Faust gegriffen werden. Auf diese Weise lassen sich Druckstellen oder Einschnürungen, die zu Durchblutungsstörungen führen könnten, vermeiden. 

Zudem können sich beim Faustgriff Fingernägel ins Latex bohren, was zu Löchern im Band und zu dessen Reißen führen kann. Auch andere mechanische Einwirkungen wie scharfkantiger Schmuck oder raue Schuhsohlen können die Stabilität des Bandes und damit die Sicherheit des Trainings beeinträchtigen. 

 

Fazit: Richtig angewendet und im Einklang mit der körperlichen Belastbarkeit ermöglicht das Thera-Band® ein einfaches und effektives Training – und das zum Teil sogar im Sitzen. Einige beispielhafte Übungen für die Brust- und Armmuskulatur sowie für die Bein- und Rumpfmuskulatur finden Sie hier.