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Ich tue das, was mir guttut

Ich tue das was mir guttut
Thomas Wöhrer leitet mit seiner Frau einen Handwerksbetrieb und ist beruflich stark eingespannt. Nach seiner Diagnose riet ihm sein Neurologe, die MS nicht in den Mittelpunkt zu stellen, sondern einfach das zu tun, was ihm guttut. Was ihm guttut, erzählt er uns in einem Interview.

Herr Wöhrer, wann erhielten Sie die Diagnose MS? 

Meine MS-Diagnose habe ich vor etwas mehr als fünf Jahren bekommen. Damals hatte ich gerade 40 Kilo abgenommen und begonnen mit Freunden etwas Mountain-Bike zu fahren. Die SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. kamen in unterschiedlichen Intervallen und betrafen die Augen, die Sensibilität ganzer Körperhälften, einseitiger Kraftverlust der Hände/Beine etc.

Wie sind Sie mit der Diagnose umgegangen? 

Die Diagnose traf mich natürlich aus heiterem Himmel und stellte alles in Frage. Im Job bin ich sehr eingespannt – meine Frau und ich haben einen Handwerksbetrieb mit 20 Mitarbeitern unsere Tochter ist 11 Jahre alt, also mein Leben stand plötzlich Kopf. Mein Neurologe reagierte aber sehr gut und meinte, ich solle die Krankheit nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern einfach das tun, was mir guttut. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass mir Sport sehr gut tut und so begann ich, ein wenig die Grenzen auszuloten. 

Wie sah das Ausloten der Grenzen aus?  

Egal ob Triathlon, Rennrad, Mountainbike – ich habe alles ausprobiert. Durch Gespräche mit Ärzten und dem Lesen einschlägiger Literatur habe ich meine Ernährung immer weiter optimiert und für mich die richtige Mischung gefunden. Ich arbeite ganz normal circa 50 Stunden pro Woche, trainiere fünf- bis sechsmal pro Woche auf dem Bike, ernähre mich ohne Zucker und Getreide, verzichte auf tierische Milchprodukte und esse kaum Fleisch. Dafür natürlich viel Obst, Gemüse und Fisch.

Was waren Ihre sportlichsten Höhepunkte bisher? 

Heuer war sportlich gesehen mein erfolgreichstes Jahr. Bei verschiedensten Mountainbike-Rennen hatte ich viel Spaß am Sport und als Höhepunkt konnte ich den schwersten Mountainbike-Marathon Europas – die Extrem-Strecke der Salzkammergut Trophy finishen. Immerhin 211 Kilometer und 7100 Höhenmeter. Als Draufgabe stand ich dann noch beim Race Around Austria am Start und konnte die Challenge finishen. 562 Kilometer und 6500 Höhenmeter nonstop mit dem Rennrad in 22 Stunden und 46 Minuten. 

Haben Sie etwas, was Sie anderen Betroffenen mit auf den Weg geben möchten? 

Ich weiß schon, dass mein „Rezept“ mit der MS umzugehen nicht für jeden passend ist. Aber ich bin unendlich dankbar, dass ich die Gelegenheit habe, mein Leben so zu gestalten und nicht ständig auf meine Krankheit reagieren muss. Daher ist mein Mantra: MS kann mich nicht stoppen! Vielleicht hilft meine Geschichte ja jemanden dabei, sein Leben auch etwas besser zu finden.



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