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Immunmodulatoren und Wirkung der Grippeimpfung

immunmodulatoren und wirkung der grippeimpfung

BERGEN (Biermann) – Auch wenn die alljährlich befürchtete Grippewelle in diesem Winter auf sich warten ließ, besteht inzwischen kaum mehr ein Zweifel daran, dass Menschen mit MS sich gegen Influenza-Viren impfen lassen sollten. Eine Grippeinfektion kann nämlich zur Verstärkung MS-typischer Immunprozesse führen und damit einen Schub oder die Verschlechterung bereits bestehender MS-Symptome auslösen. Nun haben norwegische Wissenschaftler allerdings herausgefunden, dass immunmodulierende Therapien gegen MS die Schutzwirkung der ImpfungErzeugung einer Immunität zur Vorbeugung einer Erkrankung. Bei Impfungen werden aktive und passive Impfungen unterschieden. Bei passiven Impfungen werden lediglich Antikörper injiziert, die gegen den Erreger gerichtet sind und diesen im Falle einer Infektion unschädlich machen. Die aktive Impfung basiert auf der Einbringung einer geringen Menge an abgetöteten Keimen bzw. Erregern in den Körper. Das Immunsystem entwickelt gegen diese Erreger eine Immunantwort. Bei einer Infektion zerstört das derart programmierte Immunsystem den Erreger. beeinträchtigen können.

Wie Henning Kristian Olberg vom Haukeland University Hospital in Bergen und Kollegen in der Zeitschrift "Multiple Sclerosis" berichten, hatten sie die Immunantwort auf die Pandemie-Impfung gegen das Schweinegrippevirus im Winter 2009/2010 von 113 MS-Betroffenen und 216 Kontrollpersonen analysiert. Außerdem prüften sie die serologische Reaktion auf die Grippeimpfung der darauffolgenden Saison (2010/2011) von 49 geimpften und 62 nicht geimpften Personen mit MS sowie von 73 Kontrollpersonen.

Dabei zeigte sich, dass MS-Betroffene, die eine immunmodulierende Therapie erhielten, nach der Grippeimpfung schlechter vor den Influenzaviren geschützt waren als die Kontrollpersonen. Eine Ausnahme bildete lediglich die Therapie mit Interferon beta – hier war der Grippeschutz mit dem in der Kontrollgruppe vergleichbar.

Die Autoren empfehlen deshalb, bei Menschen mit MS, die eine immunmodulierende Therapie (Ausnahme Interferon beta) erhalten, die serologische Reaktion auf die Grippeimpfung zu überprüfen und im Falle eines unzureichenden Schutzes möglicherweise eine zweite Impfdosis zu verabreichen.


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