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Konfliktlösung: Stressfrei durch die Weihnachtszeit

Volle Weihnachtsmärkte, ein Haufen von Menschen, die ihre letzten Weihnachtsgeschenke besorgen... man sieht es an jeder Ecke: es weihnachtet sehr! Aber nicht nur in Einkaufshäusern prallen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, sondern auch in den eigenen vier Wänden:

Die Familie hat sich über die Feiertage angekündigt. Somit kann das Fest der Liebe manchmal zu einem der konfliktreichsten werden. Mit kleinen Kommunikationsstrategien lässt sich Streit meistens vermeiden.

Vielleicht liegt es am stressigen Geschenkeeinkauf, vielleicht aber auch daran, dass man sich lange nicht gesehen hat oder es seit längerem etwas zu besprechen gibt – manchmal fliegen schon vor dem ersten Gänsebraten die Fetzen. Dabei möchte man die freien Tage doch für Besinnlichkeit und das bewusste Genießen der schönen Dinge nutzen. Über Gefühle zu sprechen und den anderen zu verstehen, ist dabei gar nicht so einfach. Ein paar Tricks können dabei helfen, Missverständnisse erst gar nicht aufkommen zulassen und den Haussegen wieder gerade zu biegen. Die Stichworte sind: Kommunikation und Verständnis. Verständnis für die Meinung und Situation des anderen und Kommunikation für das Mitteilen seiner Bedürfnisse und gleichzeitigem Zuhören des Anderen.

Was bedeutet eine gute Kommunikation?

Eine gute Kommunikation bedeutet Zuhören und Nachfragen. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass man den Standpunkt des Anderen versteht und im besten Fall sogar akzeptiert. Ebenso wichtig ist es, seine eigenen Gefühle klar auszusprechen, aber immer in einem guten Ton. Damit keine Missverständnisse entstehen, ist es oft wirksam nochmal nachzufragen, wie der andere seine Aussage genau gemeint hat. Somit gibt man ihm die Chance, falsch ausgedrückte Dinge zu erklären, zu verbessern oder bei wiederholtem Nachdenken sogar zurückzunehmen.

Die Kommunikation mit der Familie läuft oft nach demselben Muster ab. Dies kann schon beim Vorbereiten der Gans geschehen. Jeder gibt gerne seine Meinung ab, denn die ist ja bekanntlich die Beste. Die Kunst ist hier, den typischen Ablauf zu unterbrechen und es einmal anders zu probieren. Anstatt alles gleich abzulehnen, kann man sich für die Ratschläge bedanken und dem anderen vorschlagen, dass man versucht, diese zu berücksichtigen. Nach dem Essen darf jeder dann gerne sein Feedback geben.

Wenn einem bei all den Emotionen doch etwas Falsches rausgerutscht ist, ist es schon viel wert, wenn man sich dafür entschuldigt. Und dies von Herzen meint.
 

Mit Geduld und Verständnis kommt man weit

Das Problem ist oft, dass viele Menschen gerne an ihrer eigenen Meinung festhalten. Den Geist zu öffnen und Verständnis für die Gefühle und Wünsche anderer zu zeigen ist eine grundlegende Basis für ein gutes Zurechtkommen. An Weihnachten bedeutet das vor allem gemeinsame Entscheidungen zu treffen, denn nur dann werden alle diese auch gerne mitmachen ohne sich fremdbestimmt zu fühlen. Wenn es um Aufgabenverteilung geht, sollte jeder eine zugeteilt bekommen, die ihm besonders gut liegt, damit es nicht zu vermehrten Druck und Überforderung kommt. 


An einem Strang ziehen

Manchmal kann es auch vorkommen, dass es einem Familienmitglied gesundheitlich nicht gut geht, sei es wegen einer Multiplen Sklerose oder anderen Beschwerden. Hier ist es wichtig, eine verständnisvolle Haltung gegenüber der Person zu bewahren. Wenn die betroffene Person aber mal Ruhe braucht, sollte man sie ihm auch geben, damit nicht das Gefühl von Zwang entsteht. Die Unterstützung von Angehörigen ist sehr wertvoll und hat in jedem Fall eine starke schützende Funktion. 

Weitere Tipps für ein friedliches Weihnachtsfest:

  • Kinder einbeziehen (auf die süßen Kleinen kann man gar nicht wütend sein)

  • Genug Nervennahrung bereitstellen

  • Kleine Pausen einführen, in denen jeder Zeit für sich nehmen kann

  • Versuchen mehr zuzuhören als zu sprechen

  • Nicht alles so persönlich nehmen

  • Einfach mal umarmen!

Man wird es schnell merken: Veränderte Handlungsmuster führen zu anderen Ergebnissen. Manchmal hilft es schon, danke zu sagen. Und zu verzeihen.