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Lachgasbehandlung bei Multiple Sklerose

Lachgasbehandlung bei Multiple_Sklerose
Lachgas ist eines der ältesten Narkosemittel. Heute wird es neben der Geburtshilfe vor allem in der Zahnarztpraxis eingesetzt. Da das süßliche Gas seine Wirkung im zentralen Nervensystem entfaltet, stellt sich die Frage: Eignet sich die Narkoseform auch bei Multiple Sklerose?

Bohrer, Spritzen, Füllungen – der Gedanke an den Zahnarztbesuch löst wahrscheinlich in den meisten von uns ein mulmiges Gefühl aus. Viele Praxen bieten daher ängstlichen Patienten und all jenen, die sich eine entspannte Behandlung wünschen, die Möglichkeit der Lachgassedierung an.

Durch das Lachgas fühlt sich der Patient entspannt und schläfrig. Sein Schmerzempfinden ist reduziert und trotzdem bleibt er während der gesamten Behandlung ansprechbar. 

Wirkung von Lachgas im zentralen Nervensystem

Doch was passiert während der Verabreichung im Körper? Lachgas (Distickstoffoxid) wird über eine Nasenmaske in die Lunge eingeatmet. Von dort aus gelangt es ins Blut und das zentrale Nervensystem, wo der Wirkstoff seine Wirkung entfaltet. Über die Lunge wird das Lachgas in der Regel unverändert und ohne Nebenwirkungen wieder ausgeschieden.

In seltenen Fällen reduziert Lachgas allerdings die Aktivität von Vitamin B12-abhängigen EnzymeEnzyme sind Moleküle, die in Körperzellen biochemische Vorgänge beschleunigen und diese in einer gewünschten Richtung ablaufen lassen.. Da Vitamin B12 zur Bildung der MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird. beiträgt, kann es durch diese Reaktion zu Polyneuropathien oder Schädigungen des Rückenmarks kommen.

Kontraindikation Lachgas und Multiple Sklerose?

Zwar besteht für Multiple Sklerose und Lachgas keine generelle Kontraindikation, viele Zahnärzte raten Betroffenen jedoch im Vorfeld der Behandlung zumindest zu einem absichernden Gespräch mit dem Neurologen. Dieser wird im Einzelfall entscheiden, ob der Nutzen der Anwendung größer ist als das potentielle Risiko.


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