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Mehr Zeit für mich: Kraft tanken mit Mudras

Entspannungseinheiten wie Yoga bieten eine tolle Möglichkeit, dem Alltagsstress zu entfliehen und mal richtig zur Ruhe zu kommen. Bei Menschen mit MS kann Yoga zusätzlich dazu beitragen, möglichen Gedanken der Unsicherheit und Angst mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

So soll das Finger-YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit. dazu beitragen, mit ein paar kleinen Handbewegungen wieder an Kraft zu gewinnen.  

Stress kann die Symptome einer Multiplen Sklerose verschlimmern, doch wer sich zweimal am Tag kurz Zeit für einige Entspannungsübungen nimmt, kann damit Stressgefühle vertreiben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von der Universität Athen1.  Entspannende Yoga-Übungen können helfen, Stress abzubauen, für innere Ausgeglichenheit zu sorgen2 und Kraft für den Alltag zu gewinnen. Aber nicht nur das: Auf körperlicher Ebene hilft Yoga bei stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden, stärkt das Nerven- und ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. und beeinflusst das Koordinationsvermögen auf positive Weise.1,3  

 

Mudras – Finger Yoga

Finger-Yoga, auch Mudras genannt, ist ein fester Bestandteil vieler buddhistischer Rituale und wird seit Jahrhunderten zur Heilung verschiedener Krankheiten eingesetzt.4  Das Wort Mudras kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „das, was Freude bringt"5.  Jeder Finger stellt ein Element dar: Feuer (Daumen), Luft (Zeigefinger), Äther (Mittelfinger), Erde (Ringfinger) und Wasser (Kleinfinger)6.  Die sogenannten Mudras sind Handgesten, bei denen die Finger und der Daumen auf eine bestimmte Weise aneinandergehalten werden.
 

Die Positionierung der Finger soll die Energien des Körpers in einer Weise beeinflussen, dass sie bestimmte Gehirn- und Körperfunktionen verbessern. Man fühlt sich vitaler, ist besser gelaunt und entspannter.7  Wie lange man die Finger aneinanderhält, ist jedem selbst überlassen. Am besten fängt man mit dreimal täglich fünf Minuten an und steigert die Dauer allmählich. Wichtig ist es, dass es angenehm bleibt. 

Mudras bei MS

Der wahrscheinlich größte Vorteil von Mudras ist, dass man keine Erfahrung mitbringen muss und somit gleich mit den Übungen loslegen kann. Außerdem können diese auch von Menschen angewendet werden, die mobil eingeschränkt sind. Die Bewegungen sind leicht auszuüben und können auch im Sitzen und Liegen ausgeübt werden.
  

Die Übungen lassen sich ortsunabhängig ausführen – beispielsweise während man Fernsehen schaut, auf Reisen ist und einfach nur spazieren geht. Wichtig ist eine angenehme und ruhige Umgebung, frei von Ablenkungen, damit man sich konzentrieren kann. Denn Mudras ist immer noch eine meditative Übung, die eine bestimmte Haltung erfordert, um wirklich zu wirken.8  Dazu gehört auch, auf die Atmung und auf den korrekten Bewegungsablauf zu achten.

Es gibt viele verschiedene Mudras-Übungen, die man ausprobieren kann, bis man seine persönlichen Favoriten gefunden hat.
 

Folgende drei Mudras-Übungen sind einfach zu halten, eignen sich für längere Meditationen und sind eine gute Basis für Anfänger:

Pran Mudra: Die Energie im Körper fließen zu lassen

  1. Bequem hinsetzen und die Augen schließen. Ruhig und tief atmen. 
  2. Zeigefinger und Mittelfinger nach oben strecken.
  3. Mit dem Daumen auf die Nägel von Ringfinger und kleinem Finger drücken.
  4. Mindestens 2 Minuten halten.

Jnana-Mudra: Für inneren Frieden und Harmonie

  1. Bequem hinsetzen und die Augen schließen. Ruhig und tief atmen.
  2. Hände ausstrecken, die Handflächen zeigen nach oben.
  3. Mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis formen. Die Arme zur Seite führen.
  4. Mindestens 2 Minuten halten.

Chin Mudra: Das Symbol für Bewusstsein

  1. Bequem hinsetzen und die Augen schließen. Ruhig und tief atmen.
  2. Arme an den Seiten ausstrecken und Hände so drehen, dass die Handinnenseiten nach unten zeigen.
  3. Mit der Spitze des Zeigefingers die Spitze des Daumens berühren und mit beiden Fingern einen Kreis formen.
  4. Die anderen Finger durchgestreckt lassen.

 

Quellen:

1 www.aktiv-mit-ms.de/leben/artikel/entspannungsuebungen-reduzieren-stress-bei-ms-betroffenen/ 
    :Arch Clin Neuropsychol. 2012 Apr3

2 www.yogaeasy.de/artikel/gesunder-geist-gesunder-koerper

3 www.yogaeasy.de/artikel/gesunder-geist-gesunder-koerper

www.azulfit.com/hand-mudras-power-and-meaning/

5  www.yogamatten-info.de/finger-yoga-die-10-besten-mudras-und-was-sie-bewirken/

6 www.questico.de/magazin/koerper-seele-geist/mudras.do

mindmonia.com/de/mudras/

8  www.yogamatten-info.de/finger-yoga-die-10-besten-mudras-und-was-sie-bewirken/