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Mehr Zeit für mich: Meditation bei MS

Entspannungsmethoden sorgen für mehr Lebensqualität , besonders bei Menschen mit MS. Die Übungen können helfen, die symptomatische Therapie zu unterstützen und dadurch für ein besseres Wohlbefinden zu sorgen.

Es gibt viele Gründe für Menschen mit MS zu meditieren, aber einer der wichtigsten ist die klinisch nachgewiesene Wirksamkeit beim Stressabbau.3

 

Unsere heutige Welt ist von Geschwindigkeit und Druck geprägt. Alles muss schnell gehen und das am besten so gut wie möglich. Bei Menschen mit MS kommt oft noch zusätzlicher Stress hinzu: Unsicherheit über den weiteren Krankheitsverlauf, körperliche Beschwerden und Arzttermine lassen einen oft nicht zur Ruhe kommen. Umso wichtiger ist es, sich seinen eigenen Ruhepol zu schaffen und einfach mal abzuschalten. Je öfter, desto besser. Viele vertrauen hier auf die Meditation. 

Es wird oft gesagt, dass Menschen, die meditieren, spielerischer, freier und oft auch offener für Neues sind. Da sie es gelernt haben, sich in bestimmten Situationen bewusst zu entspannen, sind sie auch in neuen Situationen in der Lage, sich entspannt, konzentriert und erfolgreich zu verhalten.

 

Meditation bei MS

Studien belegen, dass Meditation MS-Symptome reduzieren und das Wohlbefinden verbessern kann.4 Stress kann die Symptome der MS oft verstärken, das macht die Anwendung von Entspannungsmethoden zur Stressbewältigung für Betroffene umso wichtiger!5 

Studien zeigen auch, dass Meditation und Achtsamkeit das Gehirn „umprogrammieren“ und somit gegen Depressionen und Schmerzen helfen sowie für mehr Wohlbefinden sorgen können.6  Ebenso zeigte sich, dass Meditation den Spiegel des Stresshormons Cortisol senkt und den Schlaf sowohl bei Anfängern als auch bei erfahrenen Meditationspraktikern verbessert. 7

 

Schritte zur meditativen Entspannung

Ob jung oder alt – die Meditation kann von jedem Menschen praktiziert werden. Es erfordert jedoch etwas Übung, um positive Ergebnisse zu erzielen, denn sie verlangt viel mentale Fähigkeit, sich auf innere Wahrnehmungen einzulassen. 

 

Beim Meditieren geht man in sich und hinterfragt vielleicht auch mal Dinge. Ziel ist es, neue Kraft zu schöpfen und eine Balance zwischen Körper und Geist herzustellen. Es löst keine Probleme von alleine, bereitet Menschen aber darauf vor, Konflikte entspannter, lösungsorientierter und sogar kreativer anzugehen. Denn richtiges Loslassen bedeutet eine Änderung des Alltagsbewusstseins. 

 

Meditieren bedeutet täglich 10 bis 20 Minuten lang tiefes Entspannen, nachsinnen und geistiges versenken.8  Dabei sollte man sich einen festen, gemütlichen Platz einrichten, an dem man seine Ruhe hat. Traditionell meditiert man im Lotus- und Schneidersitz, körperlich eingeschränkte können die Übungen aber genauso gut auf einem Hocker oder Stuhl ausüben. Wichtig ist eine lockere und gerade Sitzhaltung. Die Augen bleiben leicht geöffnet oder geschlossen.

 

Während der Meditation gilt es vor allem zwei Dinge zu beachten:

  1. In den eigenen Körper hineinhorchen und Symptome hinterfragen: ständige Kopfschmerzen können ein Zeichen für zu häufiges Grübeln sein, Atemprobleme sind oft Folge von Schrecken oder Bedrängnis und ein hoher Blutdruck kommt oft von hohem allgemeinem Druck. Sich über seine Beschwerden bewusst zu werden und sie bewusst aufzunehmen, ist die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Meditation.

  2. Die richtige Atmung! Bewusstes, langsames und entspanntes Ein- und Ausatmen ist das A&O beim Meditieren.9  Man sollte den eigenen Atem verfolgen, wie er kühl durch die Nase einströmt, durch den Brustkorb in die Lunge fließt und schließlich im Bauchraum ankommt. Auch hier gilt es, den Körper wahrzunehmen, wie sich der Brustkorb und auch der Bauch beim Einatmen heben bzw. wölben und sich dementsprechend beim Ausatmen wieder zusammenziehen. Dadurch dass man sich auf das Atmen konzentriert, fällt es einem leichter, die Gedanken auszublenden und so in den Entspannungsmodus zu kommen. 

 

Da der Effekt der Meditation nicht über lange Zeit aufrechterhalten bleibt, ist es ratsam die Entspannungseinheiten kontinuierlich durchzuführen.

Quellen:

1Schenk, Dr. med. Christoph (2011): Loslassen mit Multipler Sklerose. Schlafmedizin GmbH

2www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/ms-behandeln/entspannungsverfahren/

3www.nationalmssociety.org/About-the-Society/News/Study-Finds-That-Online-Meditation-Course-Reduces

4ebd.

5Burns MN, Nawacki E, Kwasny MJ, Pelletier D, Mohr DC. Do positive or negative stressful events predict the development of new brain lesions in people with multiple sclerosis?; Psychol. Med. 2014 Jan; 44 (2): 349-59. Epub 2013 May 17. PMID: 23680407

6ebd.

7M. B. Ospina, K. Bond, M. Karkhaneh et al., “Clinical trials of meditation practices in health care: characteristics and quality,” Journal of Alternative and Complementary Medicine, vol. 14, no. 10, pp. 1199–1213, 2008.

8Schenk, Dr. med. Christoph (2011): Loslassen mit Multipler Sklerose. Schlafmedizin GmbH

9ebd.


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