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Mit Yoga bei MS Körper, Geist und Seele in Einklang bringen

Mit Yoga bei MS Körper, Geist und Seele in Einklang bringen
Yoga bietet auch Menschen mit MS einen ganzheitlichen Ansatz für Aktivität und Entspannung – und Dank der unterschiedlichen Stile findet sich für jeden die passende Praxis.

Der Begriff „YogaDer indischen Entspannungstechnik liegt der enge Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele zugrunde. Bestimmte Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen verbessern das Körperbewusstsein sowie die Wahrnehmung innerer Prozesse. Yoga soll bei regelmäßiger Anwendung stressbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken. Yoga fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für innere Ausgeglichenheit.“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "Verbindung" oder "Einheit".  Und tatsächlich wird Yoga als Bestandteil der indischen Heilkunde Ayurveda bereits seit Jahrtausenden praktiziert, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.  Das Angebot für die Ausgestaltung der Yoga-Praxis ist äußerst vielfältig und umfasst ein breites Spektrum an Dehnungs-, Bewegungs-, Koordinations-, Gleichgewichts-, Atem- und Entspannungsübungen. Gemäß Einschätzung der DMSG kann Yoga sich positiv auf MS-assoziierte Symptome wie SpastikUnwillkürlich und "federnd" erhöhte Muskelspannung, die bei rascher aktiver oder passiver Bewegung zunimmt, entsteht bei zentralen Lähmungen., AtaxieAls Ataxie wird eine Störung der Koordination von Bewegungsabläufen bezeichnet, die infolge einer gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen auftritt. und FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus. auswirken.  Außerdem kann Yoga Menschen mit MS dabei helfen, Momenten der Unsicherheit und Angst mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Finger-Yoga mit Mudras: „das, was Freude bringt“

Eine gute Möglichkeit, um auftretenden MS-Symptomen entgegenzuwirken und die Sensibilität und Feinmotorik zu schulen, bietet Finger-Yoga. Hierbei werden sogenannte Mudras geübt: Das sind besondere Handgesten, bei denen die Finger auf eine ganz bestimmte Weise aneinandergehalten werden. Das Wort Mudra kommt ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeutet „das, was Freude bringt".  Ein großer Vorteil der Mudra-Praxis ist, dass auch Unerfahrene direkt mit den Übungen beginnen können – auch im Sitzen oder Liegen. Hilfreich ist dabei eine angenehme und ruhige Umgebung, damit man sich ohne Ablenkung konzentrieren kann.  Vor dem Üben empfiehlt es sich, die Handflächen und Finger für etwa 30 bis 60 Sekunden zu massieren, um sie aufzuwärmen. Wer Finger-Yoga ausprobieren möchte, findet hier ein kleines Übungs-Programm für Einsteiger.

Yin Yoga: atmen, dehnen und loslassen

Beim Yin Yoga dreht sich alles ums Atmen, Dehnen und Entspannen.  Dieser ruhige, passive Yoga-Stil wird überwiegend im Liegen oder Sitzen praktiziert und eignet sich somit auch für viele Menschen mit MS. Bei der Yin-Praxis geht es darum, bestimmte Körperstellungen (Asanas) ohne Kraftanstrengung zu halten und dabei gleichmäßig zu atmen. Auf körperlicher Ebene werden beim Yin Yoga durch die lange gehaltenen Asanas unter anderem die Faszien entspannt. Somit soll Yin-Yoga nicht nur für geistige Entspannung sorgen, sondern auch für mehr Beweglichkeit. Eine Kombination, die sich viele MS-Betroffenen wünschen, um ihren persönlichen Alltag besser zu bewältigen. Wer sich weitere Informationen zu Yin-Yoga wünscht, findet sie hier – ebenso wie die Anleitung zum Schmetterling, einer einfachen Yin-Übung.

Yoga Nidra – eine Technik zur Tiefenentspannung

Eine Yoga-Technik, die sich auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen gut eignet, ist Yoga Nidra. Dabei handelt es sich um eine geführte Tiefenentspannungsmethode, die auf dem Rücken oder in der Seitenlage liegend geübt wird. Während die Gedanken bei geschlossenen Augen der Anleitung folgen, stellt sich mit ein bisschen Übung der spezielle «Yogi-Schlaf» ein. Dieser soll Gelassenheit, Ruhe und Klarheit schenken. Für viele Menschen mit MS besonders interessant: Regelmäßige Yoga Nidra Einheiten können unterstützend bei Schlafstörungen, Nervosität und innerer Anspannung helfen. 

Wichtige Wahl: das richtige Kursangebot

Wer körperbetonter üben möchte, kann zwischen vielen weiteren Yoga-Stilen und Kursangeboten wählen. Um mit einer neurodegenerativen Erkrankung aber tatsächlich von Yoga zu profitieren, sollte man sich für eine auf seine individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse abgestimmte Praxis entscheiden.


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