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Molekül könnte Autoimmun-Angriffe stoppen

molekül könnte autoimmun-angriffe stoppen

MONASH (Biermann) – Australische und italienische Wissenschaftler haben ein Molekül identifiziert, das direkt in die autoaggressiven Vorgänge an der Myelinschicht bei Multipler Sklerose eingreift. Da das Molekül bereits als Arznei zugelassen und vielfach getestet ist, erhoffen sich die Forscher die rasche Entwicklung eines neuen MS-Medikaments daraus.

„Autoimmunstörungen treten dann auf, wenn eine Gruppe von Immunzellen, die sogenannten proinflammatorischen T-Effektor-Zellen, gegenüber bestimmten Körperzellen sensibilisiert werden. Diese betrachten sie dann als körperfremd und greifen sie an, als ob es eindringende Krankheitserreger wären“, erklären die Wissenschaftler. Dieser Prozess laufe unkontrolliert ab, da zugleich andere Immunzellen, die sogenannten regulatorischen T-Zellen, fehlen. Letztere sorgen normalerweise dafür, dass die T-Effektor-Zellen abgeschaltet sind, solange sie nicht benötigt werden.

Für ihre Studie hatten die Forscher an Versuchstieren die häufigsten Autoimmunstörungen simuliert: Typ-1-Diabetes und MS. Dabei fanden sie heraus, dass die Gabe des insulinähnlichen Wachstumsfaktors IGF-1 die Produktion der regulatorischen T-Zellen ankurbelte, was wiederum die Symptome unterdrückte. Dies bestätige, dass IGF-1 direkt auf die regulatorischen T-Zellen wirke und nicht auf Umwegen, schreiben die Forscher.

„IGF-1 ist ein bereits zugelassenes Therapeutikum und wurde in vielen Studien getestet. Dadurch ist es viel einfacher, klinische Studien zum Nutzen von IGF-1 bei Autoimmun- und entzündlichen Störungen in die Wege zu leiten, als wenn man eine bislang unbekannte Substanz testen wollen würde“, zeigte sich Prof. Nadia Rosenthal optimistisch.



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