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MS beginnt wahrscheinlich in grauer Hirnsubstanz

NEW BRUNSWICK (Biermann) – Die Suche nach den Ursachen der MS geht nur langsam voran. Einer der Gründe hierfür könnte sein, dass sich Forscher dabei bislang auf die falschen Gehirnregionen konzentriert haben. Darauf deutet zumindest eine aktuelle Forschungsarbeit aus den USA hin, die in der Zeitschrift "PLoS ONE" veröffentlicht wurde.

Aufgrund der MS-bedingten Schäden an der Myelinschicht haben Forscher ihren Fokus bislang weitgehend auf die sogenannte weiße Substanz des Gehirns gerichtet, die aus den Leitungsbahnen der Nervenzellen besteht. Die weiße Färbung entsteht durch die MyelinscheideNervenfaserhülle, die das Axon umgibt und aus Myelin gebildet wird. der Nervenfasern.

Steven Schutzer, Wissenschaftler an der Rutgers New Jersey Medical School hat nun durch Untersuchungen des Nervenwassers herausgefunden, dass bei Menschen mit neu diagnostizierter MS nicht nur Schäden in der weißen Substanz, sondern auch in der grauen Substanz des Gehirns auftreten.

"Eiweiße in der Rückenmarksflüssigkeit können Einblick in die physiologischen Veränderungen geben, die mit neurologischen Störungen einhergehen", sagte Schutzer. "Und die neuesten Techniken der Massenspektrometrie erlauben uns, diese in völlig neuem Licht zu sehen."

Für ihre Studie hatten Schutzer und seine Kollegen den Liquor"Nervenwasser", Flüssigkeit im Zentralnervensystem, die Gehirn und Rückenmark umspült. Sie schützt das Zentralnervensystem vor mechanischer Verformung und spielt eine Rolle im Stoffwechsel sowie möglicherweise der Informationsvermittlung im Gehirn. von Menschen mit neu diagnostizierter MS, länger bestehender MS und ohne Anzeichen einer neurologischen Störung untersucht.

Dabei zeigte sich, dass bei Personen, die gerade ihren ersten MS-Schub erlebt hatten, im Liquor neun spezielle ProteineEiweiße, die für die graue Substanz typisch sind, deutlich häufiger auftraten als bei Personen mit länger bestehender oder ohne MS.

"Dies deutet darauf hin, dass die graue Substanz früher von der MS betroffen ist als die weiße Substanz. Möglicherweise haben wir uns bislang auf die falsche Region konzentriert", kommentierte die MS-Forscherin Patricia K. Coyle von der Stony Brook University in New York die Forschungsergebnisse Schutzers.

Die Ergebnisse könnten nun dazu beitragen, die MS bei Betroffenen früher zu diagnostizieren und zu therapieren, glaubt Coyle.


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