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Neues Angriffsziel für MS-Therapie entdeckt

OVIEDO (MedCon) – Spanische Wissenschaftler haben sowohl genetische als auch pharmazeutische Beweise für die Rolle eines Proteins bei der Multiplen Sklerose gefunden, das sie als potenzielle neue Waffe im Kampf gegen die Krankheit einstufen.

Das Protein mit dem Namen Kollagenase-2 gehört zu den so genannten Matrix-Metalloproteinasen (MMP). Dies ist eine große Gruppe von EnzymeEnzyme sind Moleküle, die in Körperzellen biochemische Vorgänge beschleunigen und diese in einer gewünschten Richtung ablaufen lassen., die Kollagen und andere Bestandteile des Bindegewebes abbauen.

MMP wurden verdächtigt, dadurch zur MS beizutragen, dass sie das Gewebe der Blut-Hirn-SchrankeDie Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen dem Blutgefäßsystem und dem Zentralen Nervensystem durch die der Stoffaustausch kontrolliert wird. Diese "Schranke" soll das Gehirn vor toxischen (giftigen) Substanzen schützen. Der wesentliche Bestandteil dieser Schranke oder Barriere sind Endothelzellen, die die kapillaren Blutgefäße im Gehirn auskleiden. abbauen, wodurch unerwünschte Zellen eindringen und Nervenzellen zerstören können. Tatsächlich wurden MMP im Blut und in der Liquorflüssigkeit erkrankter Personen in erhöhten Mengen nachgewiesen.

Durch Verwendung eines Mausmodells der Erkrankung führten Carlos Lopez-Otin und seine Kollegen zwei Untersuchungen zur Kollagenase-2 durch, um herauszufinden, welche Rolle das Protein bei der Erkrankung spielt.

Dazu entwickelten sie zuerst eine Mausmutante, der die Gene für das Protein fehlten, und fanden dann heraus, dass bei diesen Mäusen weniger Zellen ins Gehirn eindrangen, weniger Nervenschäden auftraten und das Krankheitsbild generell gebessert war.

Daneben verabreichten sie den erkrankten Mäusen ein Medikament, das die Aktivität der Kollagenase-2 blockierte, und fanden dabei ebenfalls heraus, dass dies die Schwere der Krankheitssymptome verringerte.

Insgesamt seien diese vielversprechenden Ergebnisse der erste kausale Beweis dafür, dass die Kollagenase-2 an der Entstehung der MS beteiligt ist und damit ein neues therapeutisches Ziel darstellt, erklärten die Wissenschaftler.

Quelle: J. Biol. Chem. 2008; 283 (14): 9465-74


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