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Phänologie der Schübe beeinflusst Behinderungsprogression

Körperliche Beeinträchtigungen bei MS-Patienten werden durch Schübe hervorgerufen. Wie stark sich diese Behinderungen ausprägen, hängt von der Anzahl der Schübe und der genauen Stelle ab, an der die Entzündungen auftreten.

MELBOURNE (Biermann) – Neu auftretende Entzündungen in Gehirn oder Rückenmark äußern sich bei Multipler Sklerose (MS) als sogenannter Schub. Nicht immer heilen die betroffenen Stellen unter Kortison wieder vollständig ab, sodass im Laufe der Zeit Beeinträchtigungen zurückbleiben.

Wie rasch die von SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. hervorgerufene Behinderung voranschreitet, scheint auch davon abzuhängen, wo die neuen Entzündungsherde auftreten, wie nun ein internationales Forscherteam herausgefunden hat.

Für ihre Analyse hatten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 19.500 Patienten mit schubförmig beginnender MS ausgewertet, von denen für mindestens ein Jahr Angaben vorlagen. Insgesamt werteten die Forscher 34.858 Schübe in 136.462 Patientenjahren aus.

Dabei zeigte sich, dass eine höhere Schubrate mit einer stärkeren Akkumulation von Behinderung assoziiert war. Prinzipiell förderten alle Arten von Schüben die Anhäufung von Behinderung, den stärksten Einfluss hatten allerdings Schübe mit Ausprägung im pyramidalen, zerebralen und Darm-/Blasen-System. Eine höhere InzidenzAls Inzidenz bezeichnet man die Anzahl der Neuerkrankungen einer Erkrankung in einem bestimmten Zeitraum. von Schüben des jeweiligen Phänotyps führte in den entsprechenden neurologischen und anatomisch korrelierenden Bereichen zu stärkerer Beeinträchtigung.

„Schübe führen zur Zunahme neurologischer Beeinträchtigungen, wobei Schübe im pyramidalen, zerebralen und Darm-/Blasen-System den stärksten Einfluss haben. Entsprechend ist die Verhinderung von Schüben ein wichtiges Ziel der störungsmodifizierenden Therapie“, schlussfolgern die Autoren.


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