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Salziges Essen könnte MS-Symptome verschlimmern

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BUENOS AIRES (Biermann) – MS-Betroffene sollten auf ihren Salzkonsum achten, da zu viel des Würzmittels die Symptomatik verschlechtern und das Risiko für weitere neurologische Schäden steigern könnte. Darauf weist eine kleine Beobachtungsstudie im „Journal of Neurology Neurosurgery & Psychiatry“ hin.

Frühere Studien hatten bereits darauf hingewiesen, dass Kochsalz die Autoimmunreaktion des Körpers verändern und so das Auftreten einer Multiplen Sklerose (MS) beeinflussen könnte. Bislang war allerdings unklar, ob es auch Einfluss auf den Verlauf der MS hat.

Um dieser Frage nachzugehen, hatten Dr. Mauricio F. Farez vom Raúl Carrea Institute for Neurological Research in Buenos Aires und Kollegen Blut- und Urinproben von 70 Personen mit schubförmig remittierender MS analysiert und darin den Salzgehalt, den Kreatinin-Wert (als Marker für die entzündliche Aktivität im Körper) und den Vitamin-D-Status bestimmt. Die Blut- und Urinproben gaben die Studienteilnehmer zu drei Zeitpunkten innerhalb von neun Monaten ab, den Gesundheitszustand der Probanden insgesamt beobachteten die Wissenschaftler über zwei Jahre hinweg. Als Vergleichsgruppe dienten 52 Personen mit ebenfalls schubförmig remittierender MS.

Der Salzkonsum der Studienteilnehmer lag zwischen weniger als zwei Gramm und mehr als 4,8 Gramm Kochsalz pro Tag, wobei Männer tendenziell mehr Salz zu sich nahmen als Frauen. Berücksichtigten die Wissenschaftler Faktoren, die den Verlauf der MS beeinflussen, wie Alter, Rauchen, Zeitpunkt der Diagnose oder Vitamin-D-Status, zeigte sich ein Zusammenhang zwischen dem Salzkonsum und einer Verschlechterung der Symptomatik.

So hatten diejenigen Studienteilnehmer, die mehr als zwei Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nahmen, durchschnittlich drei SchübeEin Schub bei MS bedeutet, dass neue Symptome oder Beschwerden auftreten oder sich schon bestehende Krankheitszeichen verschlimmern. Dies ist Ausdruck einer erneuten Entzündungsaktivität im Gehirn. mehr als Probanden, deren Salzkonsum unter zwei Gramm pro Tag lag. Das Schubrisiko vervierfachte sich durch mittleren (2 - 4,8 g/Tag) und hohen (> 4,8g/Tag) Salzkonsum nahezu. In der Bildgebung fanden die Forscher darüber hinaus bei Personen mit mittlerem bis hohem Salzkonsum ein fast 3,5-fach erhöhtes Risiko für radiologische Anzeichen einer Progression.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handele, seien keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Ursachen und Auswirkungen der festgestellten Parameter möglich, schränken die Autoren ein. So könnten höhere Salzwerte im Urin auch eine größere Aktivität der MS widerspiegeln.

Allerdings spiele ein hoher Salzkonsum bei verschiedenen Beschwerden eine wichtige Rolle. Und die Ergebnisse könnten ein Anstoß für weitere Untersuchungen sein, um herauszufinden, ob die Reduktion des Kochsalzkonsums die MS-Symptomatik positiv beeinflussen oder die Progression der Störung verlangsamen könnte, fügten die Wissenschaftler abschließend hinzu.



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