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Schmuckdesign als Therapie

Schmuckdesign als Therapie
Ihrer Leidenschaft für Papier widmet sich Jasmin Lanzer seit knapp sieben Jahren auf ganz spezielle Art und Weise. Über 800 Schmuckstücke hat sie aus dem Material bisher hergestellt und auf Künstlermärkten rund um ihre Heimatstadt Rastatt verkauft.

Jedes Stück ist ein Unikat und wird teilweise auf individuellen Wunsch hin angefertigt. Wir haben mit Jasmin Lanzer über ihr besonderes Hobby gesprochen.


Frau Lanzer, wie kamen Sie dazu, Schmuckstücke aus Papier herzustellen? 

Die Diagnose MS war damals für mich ein tiefer Einschnitt. Ich konnte plötzlich meinen Beruf als Kindergartenleiterin nicht mehr ausüben. Gesundheitlich ging es mir sehr schlecht. Mit Hilfe meiner Familie, insbesondere der meines Mannes, gelang es mir aus dem „Tief“ wieder herauszukommen. Durch Zufall stieß ich dann auf ein Buch, das zeigte, wie man Papierketten herstellt. Die einfachen Ketten wurden mir aber schnell langweilig und so ging ich ins Bastelgeschäft und schaute, welche Papiersorten es noch gibt. Und so hat das dann allmählich angefangen.

Welche Materialien verwenden Sie für Ihre Schmuckstücke? 

Ich habe mittlerweile über 800 Schmuckstücke aus unterschiedlichen Papieren hergestellt. Zum Beispiel habe ich Japanseide, Geschenkpapier, Tapete, Lederpapier, Transparentpapier und viele andere Papierformen verarbeitet. Mittlerweile habe ich ein richtiges Lager angesammelt. Ich habe meistens eine Idee im Kopf und dann probiere ich aus, welches Papier sich dazu eignen könnte. 

Geht Schmuck aus Papier nicht schnell kaputt? Wie verarbeiten Sie das Papier, damit man Ihre Unikate auch gut im Alltag tragen kann?

Wenn ich das ganze Papier verarbeitet habe, bestreiche ich das Stück mit speziellem Schmucklack. Nachdem das Teil getrocknet ist, wird es noch zweimal bestrichen. Zum Bestärken des Materials verwende ich Tonkarton, den ich ebenfalls mit dem Schmucklack bearbeite. Die Löcher für den Nylonfaden muss ich dann mit einem 1mm-Holzbohrer bohren. 

Wie oft arbeiten Sie in der Woche an Ihren Schmuckstücken und wie lange dauert es bis eines fertig ist? 

Pro Tag arbeite ich circa sechs Stunden an den Schmuckstücken – je nachdem wie es von der Konzentration her geht oder der Beweglichkeit der Hände. An manchen Tagen geht auch mal gar nichts. Je nach Kettenmodell brauche ich dann etwa ein bis zwei Wochen bis alles fertig ist. 

Was bedeutet das Herstellen der Schmuckstücke für Sie persönlich? 

Ich sage immer: Das ist für mich die beste Therapie. Ich kann mich sinnvoll beschäftigen, habe etwas gefunden, das mir Spaß macht, und im besten Fall kann ich anderen damit noch eine Freude machen. 


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