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Typ-1-Diabetiker haben ein höheres MS-Risiko

MÜNCHEN (Biermann) – Diabetes vom Typ1 und Multiple Sklerose sind typische Beispiele für Angriffe des Immunsystems auf den eigenen Körper bei Kindern und jungen Erwachsenen. Nun haben Kinderärzte der LMU München herausgefunden, dass ein Diabetes vom Typ 1 das Risiko für eine MS um das Drei- bis Vierfache erhöht.  

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 56.000 Personen mit Typ-1-Diabetes aus Österreich und Deutschland analysiert und die Häufigkeit einer MS in dieser Gruppe mit der in der Allgemeinbevölkerung verglichen.

Dabei zeigte sich, dass Personen mit der Stoffwechselstörung ein 3,3- bis 4,8-fach höheres MS-Risiko hatten als Personen ohne Diabetes. Als Faktoren, die das Auftreten einer MS in der Diabetes-Gruppe beeinflussten, identifizierten die Wissenschaftler einen Migrationshintergrund und bei männlichen Studienteilnehmern das Auftreten von Antikörpern gegen ein Schilddrüsenenzym. Außerdem zeigte sich, dass Menschen mit Diabetes und MS häufiger in Frühling und Sommer geboren worden waren als Diabetiker ohne MS.

Aus diesen Ergebnissen schlussfolgern die Wissenschaftler, dass vor allem Umweltfaktoren das individuelle Risiko, beide Autoimmunstörungen zu entwickeln, bestimmen.