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Veränderungen im Hippocampus führen zu Depressionen

veraenderungen im hippocampus fuehren zu depressionen

CHICAGO (Biermann) – Ein Team aus deutschen und US-amerikanischen Wissenschaftlern hat in einer Studie mit 109 an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Frauen ein Hirnareal mit verringertem Gewebevolumen entdeckt. Zugleich konnten sie nachweisen, dass diese Volumenreduktion mit einem hohen Maß an Depressionen verbunden ist. Die Forscher erhoffen sich von ihren Erkenntnissen bessere Therapieansätze für das bei MS häufige Symptom der Depression.

In früheren Studien hatten Dr. Nancy Sicotte und ihre Kollegen bei Menschen mit MS bereits Hinweise darauf gefunden, dass Depressionen mit einem Verlust an Hirnvolumen im Hippocampus verbunden sind. Nun suchten die Forscher nach einer möglichen Verbindung zwischen speziellen Regionen des Hippocampus und der MS-spezifischen Depression und erforschten auch, wie sich dieser Hirnbereich bei verschiedenen Typen der Depression verhält.

Dazu unterzogen sie die Studienteilnehmerinnen einem MRT-Scan des Hippocampus und bestimmten die Schwere der Depressionen. Dabei unterschieden sie auch, ob die depressiven Beschwerden mit niedergeschlagener Stimmung und Interessenverlust einhergingen oder sich über eine FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus., andere motorische Anzeichen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen zeigten.

Es zeigte sich, dass Frauen mit MS, die ausgeprägte Depressionen hatten, auch signifikant verminderte Volumina des Hippocampus – speziell im rechten Bereich – aufwiesen. Diese Volumenveränderungen konnten die Forscher mit den "klassischen" Symptomen der Depression (Niedergeschlagenheit, Interessenverlust) in Zusammenhang bringen, eine Korrelation zu Fatigue oder anderen typischen Symptomen einer Depression bestand nicht.

Nach Ansicht der Wissenschaftler liefert die Studie wichtige Informationen zum Thema Depressionen bei Menschen mit MS. Die Erkenntnis, dass Depressionen bei MS in einem engen Zusammenhang zur Gemütslage stehen, deute darauf hin, dass Depression bei MS-Betroffenen nicht mit Fatigue verbunden sein muss.



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