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Verdacht auf Behandlungsfehler? Hier finden Sie Hilfe

BERLIN (BIERMANN) – Fühlen sich Patienten nach der Behandlung durch ihren Arzt schlechter als vorher, keimt der Verdacht eines Behandlungsfehlers auf. Doch die meisten Betroffenen wissen nicht, wie sie mit diesem Verdacht umgehen sollen, scheuen den Konflikt mit ihrem Arzt und fürchten hohe Anwaltskosten. Die unabhängige Patientenberatung hat nun einige Tipps zum Vorgehen in einem solchen Fall zusammengestellt.

Danach sollten Patienten, die den Verdacht haben, von ihrem Arzt falsch behandelt worden zu sein, zunächst eine zweite ärztliche Meinung einholen. Bestätigt diese die Vermutung, empfiehlt die Beratungsstelle, Kontakt mit der Krankenkasse aufzunehmen und diese um Unterstützung zu bitten. Bis dahin entstehen dem Patienten auch keine Kosten.

Bestätigt ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) einen Behandlungsfehler, können weitere Schritte unternommen werden. So minimiert sich das Kostenrisiko eines Gerichtsprozesses. Denn laut Sozialgesetzbuch können Kassen ihre Mitglieder kostenfrei unterstützen. Große Kassen haben dafür sogar eigene Abteilungen eingerichtet.

Diese prüfen den Sachverhalt, fordern für die Patienten die Behandlungsunterlagen an und können über den MDK ein Gutachten erstellen lassen. Nur damit ist es möglich, Schadensersatz- und/oder Schmerzensgeldansprüche bei der Haftpflichtversicherung des Arztes oder der Klinik geltend zu machen. Ein solches Gutachten ist auch notwendig, um den Gerichtsweg zu beschreiten.

Eine Vertretung vor Gericht übernehmen die Kassen allerdings nicht, weiß die Beratungsstelle. Einige Kassen schlagen ihren Mitgliedern aber ausgewählte, mit der Sachlage vertraute Anwälte vor. Manche Kassen unterstützen ihre Mitglieder auch bei der Antragstellung zu einem kostenfreien Schlichtungsverfahren vor den Schlichtungsstellen für Arzthaftpflichtfragen der Ärztekammern.

Quelle: Unabhängige Patientenberatung Deutschland, 15. Dezember 2009


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