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Welche Vitamine bei MS?

Welche Vitamine bei MS?
Durch die richtige Ernährung kann man seinem Körper alles zur Verfügung stellen, was er zum Funktionieren braucht.

So können körperliche Vorgänge wie Stoffwechsel, Nervensystem, Bewegungsvorgänge und Gedächtnisleistungen nur richtig funktionieren, wenn ihnen genügend Vitamine zur Verfügung stehen.  Um den Körper regelmäßig mit genügend Vitaminen zu versorgen, ist es wichtig, auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Was ist dabei vor allem bei der MS zu beachten? 

Die Multiple Sklerose ist bislang nicht heilbar. Durch eine passende Therapie kann jedoch der Verlauf der Erkrankung verlangsamt und die Lebensqualität weitestmöglich erhalten bleiben. Durch eine vitaminreiche Ernährung lässt sich die Immunabwehr stärken und das Entzündungsgeschehen minimieren. Ein Mangel an bestimmten Vitalstoffen kann den Verlauf wiederum zusätzlich verschlechtern. Einige Vitalstoffe sind bei der MS besonders wichtig – sowohl in der Therapie als auch in der Prävention...

Durch Ernährung Entzündungen bekämpfen

Da entzündliche Prozesse eine Rolle bei der MS spielen, ist es wichtig, entzündungshemmende Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die gleichzeitig die Darmflora stärken, um das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. zu unterstützen. Fett enthält wichtige, ungesättigte Fettsäuren und versorgt Menschen mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. 

Antioxidantien in Form von Vitamin E, Selen und Zink spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Entzündungen, da sie das MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. schützen, das durch Entzündungen zerstört werden kann. Gute Vitamin-E-Quellen sind Pflanzenöle wie Weizenkeimöl oder Sesamöl. 

Zink ist außerdem gut für das Nervensystem und kann so oxidativem Stress vorbeugen.  Außerdem sollte man besonders auf Omega-3-Fettsäuren setzen, da diese die Produktion entzündlicher Botenstoffe ausbremsen und somit Entzündungen hemmen können. Neben Fisch finden sie sich auch in Leinöl, Chiaöl, Walnussöl, Hanföl. Alpha-Linolensäure, die in Lein-, Raps-, Walnuss-, Soja- und Weizenkeimöl vorhanden ist, kann ebenso Entzündungen reduzieren und somit die Nervenfunktion schützen. 

Auch Gemüse, Beeren, Nüsse und Obst wirken entzündungshemmend. Besonders effektiv sind Brokkoli, Spinat und Portulak.   Wer sich mit viel Gemüse, Obst, Gewürzen, guten Fetten und Nüssen ernährt, der führt sich ausreichend entzündungshemmende Kost und wichtige Mineralien wie Zink zu . Süßigkeiten, Weizenprodukte und zu viel Fleisch sollten dagegen vermieden werden.

Vitamin D

In den letzten Jahren wurde der Zusammenhang zwischen Vitamin D und MS in vielen Studien untersucht. Diese ergaben, dass ein Vitamin-D-Mangel das MS-Risiko erhöhen und sogar eine Ursache sein kann.   Außerdem scheint die Einnahme von Vitamin D das überaktive Immunsystem bei Menschen mit Multipler Sklerose zu dämpfen.  Es konnte aber bis heute nicht ganz klar festgestellt werden, welche genaue Rolle Vitamin D bei der MS spielt. Die Einnahmebedingung ist demnach sehr individuell und sollte immer mit einem Arzt besprochen werden.

Wie sollte die Ernährung zusammengesetzt sein? 

Eine ausgewogene Ernährung besteht aus Kohlenhydraten, Fett, Eiweiß, Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und Wasser. Die optimale Nährstoffverteilung aus 30 % Fett, 55 % Kohlenhydrate und 15 % Eiweiß gilt auch bei MS. Allerdings sollte bei MS auf eine Begrenzung des Fettanteiles, auf die Aufnahme überwiegend pflanzlicher Fette und auf einen hohen Anteil an gesunden Kohlenhydraten geachtet werden. Dazu zählen Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. 

Diese sind voller Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, während einfache Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Weißbrot, Limonaden sowie Süß- und Backwaren vorwiegend aus “verstecktem” Zucker bestehen und das Immunsystem belasten können. Gemüse und Obst haben viele wertvolle Ballaststoffe, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Hier ist es wichtig, auf zuckerarme Obstsorten zu setzen. Empfehlenswert sind Erbsen, Karotten, Linsen, Avocado, Chicoree, Gurke, Paprika, Radieschen, Tomaten, Zucchini, in Maßen Ananas, Bananen, Weintrauben, Mangos, Honigmelone, Mais und Süßkartoffeln.