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Wird ein besseres MS-Testverfahren möglich?

MÜNCHEN (Biermann) – Ein einfacher Bluttest könnte zukünftig die Diagnose der Multiplen Sklerose erleichtern. Denn im Blut von Menschen mit MS befindet sich wahrscheinlich ein Bestandteil, der bei Gesunden nicht vorkommt. Für Ärzte ist es oft schwierig, die unterschiedlichen Symptome einer Multiplen Sklerose eindeutig zuzuordnen. So vergeht manchmal viel Zeit, bis die Diagnose sicher ist und mit der Therapie begonnen werden kann. Daher suchen Wissenschaftler weltweit nach einem zuverlässigen Testverfahren, das den Nachweis der MS vereinfacht.

Aktuelle Ergebnisse aus München lassen hoffen, dass ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan ist. Die Wissenschaftler identifizierten einen AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert., der sich im Blut von Personen mit MS häufig nachweisen lässt. Menschen mit anderen neurologischen Erkrankungen bilden diesen Antikörper nur in seltenen Fällen, bei Gesunden konnten sie ihn nicht finden. Ein Test, der diesen Antikörper im Blut aufspürt, könnte demnach die Diagnose in vielen Fällen sichern.

Grundliegende Prozesse besser verstehen

Der entdeckte Antikörper richtet sich gegen einen körpereigenen Zellkanal und führt wahrscheinlich dazu, dass dieser seine Funktion nicht mehr ausüben kann. Fehlt dieser Kanal bei Menschen oder Tieren, so können sie bestimmte Bewegungen nicht mehr koordinieren. Zudem ist bei ihnen die Bildung des MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet., der schützenden Schicht der Nervenzellen, gestört. Die aktuellen Forschungsergebnisse könnten daher auch dazu beitragen, Multiple Sklerose besser zu verstehen.

Ähnliche Ergebnisse führten vor einigen Jahren dazu, dass die Diagnose der Neuromyelitis optica, einer Sonderform der MS, einfacher und schneller wurde. Auch hier wurde ein Antikörper im Blut gefunden, der als Angriffsstelle für ein neues Testverfahren diente.


Quelle: Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose, Mitteilung vom 12. Juli 2012



 

 


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