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Rechtstipp: Antrag Mutter-Kind-Kur

Für MS Betroffene mit kleinen Kindern (bis 12 Jahre) kann eine Mutter-Kind-Kur eine sinnvolle Maßnahme sein, um wieder Energie für den Alltag zu tanken.

Dabei gibt es zwei Arten: Die Vorsorge, wenn noch keine längerfristige Beeinträchtigung vorliegt und eine Rehabilitation, wenn schon länger als sechs Monaten eine Beeinträchtigung vorliegt, die eine Rehabilitation medizinisch notwendig machen. Dafür sind verschiedene Anträge auszufüllen.

Der Antrag wird bei der Krankenkasse gestellt, die die Kur bezahlt. Sie dauert in der Regel drei Wochen. Die gesetzliche Zuzahlung für Erwachsene beträgt 10 Euro pro Tag. Auch die Anreise wird von der Kasse erstattet. Im Antrag sollte ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Gesundheitsstörungen und der Erziehungsverantwortung hervorgehen.

Bei der Prüfung der Krankenkassen werden der Gesundheitszustand, etwa Erschöpfungssyndrom oder Schlafstörungen, Mütter- bzw. Väterspezifische Belastungen, wie Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie oder Pflege von Angehörigen, Erziehungsschwierigkeiten und Lebensumstände, wie Trennung, chronische Krankheit, finanzielle Sorgen beachtet. Wird der Antrag nicht bewilligt, dann haben Eltern die Möglichkeit innerhalb von vier Wochen eines Monats schriftlich Widerspruch bei der Kasse einzulegen.

Wichtig zu wissen: Eine Kur oder Reha darf nicht auf den Urlaub angerechnet werden. Die Wiederholung einer Mutter/Vater-Kind-Kur ist frühestens nach vier Jahren möglich.