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Versicherungen - Was ist möglich? Was ist nötig?

Jeder Mensch in Deutschland benötigt eine Krankenversicherung – das gilt auch für Menschen mit MS. Darüber hinaus ist der Abschluss einer Unfallversicherung für MS-Betroffene empfehlenswert.

Gesetzliche Krankenversicherungen müssen auch Menschen mit MS als Mitglied aufnehmen und die Kosten aller anerkannten Behandlungen und zugelassenen Medikamente tragen. Bei einem Wechsel der Krankenkasse sollten Sie zur Sicherheit dennoch genauestens hinterfragen, ob es im Zusammenhang mit Ihrer diagnostizierten MS Einschränkungen geben könnte. Seit dem 01.04.2007 ist mit der Gesundheitsreform auch die Aufnahme in eine Versicherung neu geregelt: Sollte man seinen Versicherungsschutz verloren haben, so muss die letzte Krankenkasse eine Wiederaufnahme gewährleisten. Bei dieser kann man dann nach einer bestimmten Frist kündigen und zu einer anderen gesetzlichen Kasse wechseln – auch diese hat dann Versicherungspflicht.

 

 

Private Krankenversicherung und MS

Eine private Krankenversicherung steht chronisch Kranken zwar offen, doch behalten sich die Unternehmen meist vor, auf welche Art und Weise und zu welchen Konditionen sie das betroffene Mitglied versichern. Private Krankenversicherungen müssen entgegen den gesetzlichen Versicherungen für ihre Existenz Gewinne erzielen. Chronisch Kranke, wie MS-Betroffene, stellen dabei ein "finanzielles Risiko" dar. Folglich werden sie entweder mit hohen Aufschlägen, die ein Mehrfaches des Grundversicherungsbeitrags betragen können, und Risikoausschlüssen oder sogar überhaupt nicht aufgenommen. Das Verschweigen der MS bringt dabei überhaupt nichts und hat meist die fristlose Kündigung eines Vertrages zur Folge. Bereits gezahlte Beträge werden meist nicht zurückerstattet und auch Heilmaßnahmen, die nichts mit MS zu tun haben, werden nicht übernommen.

War man allerdings schon vor der Diagnosestellung privat versichert, ist man auf der sicheren Seite. Sofern sich allerdings Änderungen des Versicherungsvertrages ergeben und hierzu die Zustimmung des Versicherungsnehmers erforderlich ist, sollte hinterfragt werden, ob sich mit dieser Zustimmung etwas an den Versicherungskonditionen hinsichtlich der MS ändert.

Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung

Bei diesen Versicherungen wird eine bestimmte Summe versichert, die beim Eintreten des Versicherungsfalles ausgezahlt wird. Dies ist i. d. R. schon drei Monate nach Vertragsabschluss gültig. Grundlage für den Abschluss solcher Versicherungen sind jedoch, wie bei der privaten Krankenversicherung, Auskünfte über Krankheiten, Beschwerden und sonstige Risiken. Mit der Diagnose MS ist es wahrscheinlich nahezu unmöglich, eine Versicherungsgesellschaft zu finden, die eine Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Ist eine Versicherung vor Auftreten der Diagnose MS abgeschlossen worden, sind keine Nachteile zu erwarten.

Auch die sogenannten Dread-Disease-Versicherungen, bei denen man sich gegen den Eintritt bestimmter schwerer Krankheiten versichern kann, schließen MS-Betroffene als Versicherungsnehmer von vorneherein aus.

 

Sinnvolle Alternative bei MS: Unfallversicherung

Der Abschluss einer Unfallversicherung stellt eine gute Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Sie bietet die Möglichkeit, die Kosten einer unfallbedingten Invalidität und deren Folgen abzudecken. Allerdings kann es für eine Person mit MS auch hierfür problematisch sein, einen Versicherer zu finden. Meist muss der Fall gesondert geprüft werden, mit dem Ergebnis, dass hohe Risikozuschläge veranschlagt werden. Grund hierfür können die "Bedenken" der Versicherer sein, dass die MS vorab zu gewissen Funktionsbeeinträchtigungen führen kann, die ursächlich an der Entstehung eines Versicherungsfalls – hier des Unfalls – beteiligt sein könnten. Meist wird daher ein medizinisches Gutachten eingefordert. Hier kann es für den Versicherten von Vorteil sein, wenn er den Zustand seiner MS regelmäßig dokumentieren kann. So kann dann beispielsweise eine völlig ausgeheilte Sehnerventzündung nicht mit einem möglichen unfallbedingten Verlust der Sehkraft in Zusammenhang gebracht werden.

Weitere wichtige Hinweise zu Kranken- und Unfallversicherung bei MS finden Sie bei der DMSG.


Quelle: www.die-gesundheitsreform.de



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