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Was bedeutet eigentlich „Blut-Hirn-Schranke“?

Was bedeutet eigentlich....
RRMS, PML oder EDSS – wer sich mit dem Thema Multiple Sklerose beschäftigt, stößt oft auf komplizierte Fachbegriffe oder unverständliche Abkürzungen. Unsere Serie „Was bedeutet eigentlich…?“ erklärt die wichtigsten Begriffe rund um die MS. Heute: „Blut-Hirn-Schranke“.

Mit dem Begriff Blut-Hirn-SchrankeDie Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen dem Blutgefäßsystem und dem Zentralen Nervensystem durch die der Stoffaustausch kontrolliert wird. Diese "Schranke" soll das Gehirn vor toxischen (giftigen) Substanzen schützen. Der wesentliche Bestandteil dieser Schranke oder Barriere sind Endothelzellen, die die kapillaren Blutgefäße im Gehirn auskleiden. beschreiben Mediziner die körpereigene Barriere zwischen dem allgemeinen Blutkreislauf und dem zentralen Nervensystem. Wie ein selektiver Filter lässt sie jene Substanzen durch, die unsere Gehirnzellen zum Arbeiten benötigen, während für das Nervengewebe schädliche Stoffe zurückgehalten werden. Zu letzteren zählen beispielsweise krankmachende Keime, aber auch bestimmte Immunzellen. Die reibungslose Funktion der Blut-Hirn-Schranke kann durch verschiedene Erkrankungen gestört werden. Dazu zählt neben dem Schlaganfall und der Hirnhautentzündung unter anderem auch die Multiple Sklerose. 

Gestörte Blut-Hirn-Schranke bei Multiple Sklerose

Im Falle von Multiple Sklerose gelingt es bestimmten Immunzellen die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, obwohl sie dem Gehirn schaden können: Es sind falsch programmierte, autoimmun-aktive weiße Blutkörperchen, denen dieser Übertritt möglich ist. Gelangen diese fehlprogrammierten Immunzellen ins ZNSZentralnervensystem, greifen sie dort das MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNS, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. an, das die Nervenfasern schützend umhüllt. In Folge solcher Schädigungen können bei Menschen mit MS dann Nervenimpulse in den betroffenen Bereichen nicht mehr optimal weitergeleitet werden.