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Was ist Multiple Sklerose?



Häufig gestellte Fragen

Das Durchschnittsalter für den Beginn liegt zwischen 15 und 40 Jahren. Die MS wird deshalb auch als "Krankheit junger Erwachsener" bezeichnet. Von der häufigsten Form der MS mit zunächst schubförmigem Verlauf sind mehr Frauen als Männer betroffen, das Verhältnis liegt hier bei 9:5. Die chronisch fortschreitende Form hingegen betrifft Männer und Frauen gleich häufig – hier liegt das Erkrankungsalter bei über 40 Jahren. Doch auch bereits im Jugendalter konnten MS-Erkrankungen definitiv nachgewiesen werden.

Die Vorstellung, dass alle MS-Betroffenen im Verlauf ihrer Erkrankung im Rollstuhl sitzen werden, ist weit verbreitet. Dies entspricht jedoch nicht der Realität: Etwa 1/3 der Menschen mit MS haben keine bleibenden Gehbehinderungen. Zudem benötigen viele Betroffene erst mit fortgeschrittenem Alter einen Rollstuhl. Dennoch benötigen viele langjährig Betroffene Hilfsmittel wie Gehstock, Rollstuhl oder Rollator um Kraft zu sparen oder sich vor Stürzen zu schützen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hilfsmittel verwendet werden müssen, steigt mit der Erkrankungsdauer.

Bevor die immunmodulierenden Langzeittherapien zur Verfügung standen, waren zahlreiche MS-Betroffene schon deutlich früher im Verlauf der Erkrankung auf einen Rollstuhl angewiesen.

Selbst wenn der Rollstuhl irgendwann unausweichlich werden sollte, bedeutet das nicht, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist. Menschen, die einen Rollstuhl benutzen arbeiten, treiben Sport, haben Familie, fahren Auto und verfolgen ihre Träume genauso wie Gesunde.

Die meisten gängigen Impfungen (z.B. Grippe, Tetanus, Hepatitis-B etc.), die bei Reisen in bestimmte Länder generell allen Reisenden empfohlen werden, können auch bei Menschen mit MS vorgenommen werden. MS-Betroffene sollten dabei jedoch wissen, dass Impfungen das Immunsystem aktivieren bzw. Immunprozesse beeinflussen. Auch Autoimmunvorgänge, die bei der MS eine Rolle spielen, können dabei angeregt werden. Deshalb ist bei Impfungen ein intensives Gespräch mit dem behandelnden Arzt notwendig. Die DMSG empfiehlt aufgrund der gegenwärtigen Datenlage, dass Impfungen mit Totimpfstoffen bei der MS eingesetzt werden können, während Lebendimpfstoffe eher vermieden werden sollten. Weitere Informationen finden Sie bei der DMSG und z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.


In unserem MS-Lexikon gibt es Erklärungen wichtiger Fachbegriffe im Zusammenhang mit Multipler Sklerose.

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